10:30 Uhr bis 12:00 Uhr (Check-In ab 10:15 Uhr)
Im Präboreal herrschen lichte Kiefern-Birkenwälder vor. Gegen Ende des Präboreals gelangen Corylus und Ulmus in das Allgäu. Diese beiden Gehölze prägen zusammen mit Quercus im nachfolgenden Boreal das Waldbild. Untergeordnet kommen auch Tilia, Fraxinus und Acer vor. Im ausgehenden Boreal wandert noch Picea ein. Im Laufe des Atlantikums besiedeln Abies und Fagus das Gebiet. Im Subboreal etabliert sich endgültig der gemischte Bergwald aus Fagus, Abies und Picea, was mit einer entsprechenden Zurückdrängung der bis dato vorherrschenden Laubgehölze einhergeht. Während der Bronzezeit lassen sich erstmals deutliche Eingriffe des Menschen in die Landschaft nachweisen, was im nördlichen Allgäu mit dem Nachweis mehrerer bronzezeitlicher Höhensiedlungen in Zusammenhang steht. Analog zu den Befunden aus dem Alpenvorland ist eine bronzezeitliche Weidewirtschaft (frühe Almwirtschaft) in höheren Lagen der Ammergauer und Allgäuer Alpen pollenanalytisch evident, die von den in tieferen Lagen lokalisierten Siedlungsflächen aus erfolgte.
Dozent:
Philipp Stojakowits, Universität Augsburg
Veranstalter:
Landesamt für Denkmalpflege (LAD), Fachbereich Feuchtbodenarchäologie, Hemmenhofen
Rückfragen und dauerhafte Aufnahme in den Hauskolloquiums-Verteiler:
jasmin.schadmehri(at)rps.bwl.de
Tel. +49 7735 / 93 777 112
Meeting:
https://zoom.us/j/95104902350?pwd=mtBMYLbRhW4tBmfb9mZaj6M18YKXNn.1
Meeting-ID: 951 0490 2350
Kenncode: 918328

