10:30 Uhr bis 12:00 Uhr (Check-In ab 10:15 Uhr)
Felsgesteine sind eine der vielfältigsten und aussagekräftigsten archäologischen Fundgruppen überhaupt – und zugleich die oft unscheinbarste. Sie umfassen alle nicht geschlagenen Steinartefakte vom großen als Baumaterial verwendeten Geröll bis zum feindurchlochten Kettenanhänger. Damit erlauben sie Aussagen zu fast allen Lebensbereichen. Ihre Funktionen zu entschlüsseln ist jedoch oft schwierig: Felsgesteine sind häufig nicht standardisiert, sondern wurden einfach unmodifiziert als sog. ad hoc-Geräte benutzt. Ihre Nutzungsgeschichte kann lang und wechselhaft sein. Funktionale Analysen dienen dazu, die Nutzungsweise und Lebensgeschichte der Steingeräte zu rekonstruieren. Gebrauchsspuren- und Residuenanalysen helfen zu verstehen, wie ein Gerät gehandhabt wurde und welche Materialien man damit verarbeitet hat. Der Vortrag stellt die wichtigsten Methoden am Beispiel des Fundmaterials von Sipplingen Osthafen sowie weiterer mesolithischer und neolithischer Funde vor.
Dozentin:
Daniela Holst, Universität zu Köln/TraCEr-Labor des LEIZA
Veranstalter:
Landesamt für Denkmalpflege (LAD), Fachbereich Feuchtbodenarchäologie, Hemmenhofen
Rückfragen und dauerhafte Aufnahme in den Hauskolloquiums-Verteiler:
jasmin.schadmehri(at)rps.bwl.de
Tel. +49 7735 / 93 777 112
Meeting:
https://zoom.us/j/93815606620?pwd=RUwGhQu0JbkskbPcdKDIpO7aYD57C4.1
Meeting-ID: 938 1560 6620
Kenncode: 311327

