Publikationen und Service

Veranstaltung

Hauskolloquium Hemmenhofen: Wo sind die Pfahlbausiedlungen Kärntens? Neue Forschungen in der Alpe-Adria Region Südostösterreichs

- 21.03.24

10:30-12:00 Uhr

Referentin: Marie-Claire Ries, Universität Innsbruck, Institut für Archäologie, Mikroarchäologisches Labor

 

Unweit der slowenischen und italienischen Grenze liegt die Seenlandschaft Kärntens eingebettet in die Südostalpen. Trotz fürher Forschungsbestrebungen, bei denen bereits 1864 eine Pfahlbausiedlung im Keutschachersee entdeckt wurde, klaffen bis heute massive Lücken im archäologischen Grundlagenwissen des Landes. Mit der Frage nach dem Vorhandensein prähistorischer Pfahlbaufundstellen, beschäftigt sich nun ein durch die Tiroler Wissenschaftsförderung finanziertes Projekt. Archiv- und Literaturrecherche, GIS-Analysen sowie Laboranalysen am Mikroarchäologischen Labor der Universität Innsbruck werden durchgeführt und durch unterwasserarchäologische Prospektionen entlang ausgewählter Fundverdachtszonen ergänzt. Wer hat während des späten Neolithikums und der Kupferzeit entlang der Seenlandschaft Kärntens gelegt und welche chronologischen Entwicklungen und Kulturgruppenzugehörigkeit lässt sich anhand des vorhandenen Fundspektrums erkennen? Handelt es sich um eine marginale Randzone des zirkumalpinen Raums oder betrachten wir eine zentrale Schlüsselregion Europas? Um welche Art von urgeschichtlichem Wirtschaftsstandort handelt es sich bei der Kärntner Seenlandschaft? Welche Austauschnetzwerke und Kontakte zu benachbarten Regionen wurden genutzt? Welche Herausforderungen bestehen beim aktuellen Forschungsvorhaben und dem denkmalpflegerischen Schutz des lokalen Kulturerbes? Ein aktuelller Arbeitsstand, Einblicke in Fallbeispiele und Zukunftsaussichten werden präsentiert.

 

Zoom Meeting beitreten:

https://zoom.us/j/97649995948?pwd=V2ttTHNVUGxhZDBXa0tNT1VwYnpwZz09

 

Meeting-ID: 976 4999 5948

Kenncode: 154579

Veranstalter

Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart