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Die Revision der Sanierung? Denkmalpflege in zweiter Generation

Vom 26.10. bis 28.10. fand im Bildungszentrum Hospitalhof in Stuttgart die Tagung „Die Revision der Sanierung? Denkmalpflege in zweiter Generation an Objekten des Neuen Bauens“ statt. Organisiert und eingeladen dazu hat das Landesamt für Denkmalpflege gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung, der Kantonalen Denkmalpflege Zürich, der Hochschule Konstanz und der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Stuttgart.

 

Anlass der Tagung war der Abschluss eines bauhistorischen und denkmalpflegerischen Forschungsprojekts des Landesamtes für Denkmalpflege zur Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Mit ca. 170 Teilnehmenden stieß das Tagungsthema auf großes Interesse.

Die Weißenhofsiedlung ist wie andere Objekte des Neuen Bauens in den 1970/80er Jahren einer ersten grundlegenden Sanierung unterzogen worden. Die Tagung suchte Antworten, inwieweit die Maßnahmen der 1970/80er Jahre heute selbst als eigenständige und erhaltenswerte Zeitschicht zu verstehen sind und damit den künftigen Umgang mit den Objekten des Neuen Bauens beeinflussen.

 

Insgesamt 18 Referenten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich befassten sich konstruktiv und anregend mit Themen wie der Wiederentdeckung des Neuen Bauens ab den 1970er Jahren, zeitgeschichtlichen und denkmaltheoretischen Aspekten und unterschiedlichsten Sanierungsmaßnahmen und ihrer Revision.

Deutlich wurde bei aller Unterschiedlichkeit der einzelnen Objekte und des Umgangs mit ihnen, dass spätere Veränderungen als wesentlicher Ausdruck der Geschichtlichkeit der Bauten anzuerkennen und in einen behutsamen Umgang einzubinden sind. Die Beispiele zeigten auch, dass nur durch eine dauerhafte Pflege und einen kontinuierlichen Bauunterhalt einer Vernachlässigung und damit Zerstörung vorzubeugen ist. Die frühzeitige Einbeziehung aller für eine Instandsetzung wesentlichen Fachleute aber auch der Bewohner bzw. Nutzer der Gebäude kann zu einem qualitätsvollen vor allem aber vermittelbaren und damit auch nachhaltigen Umgang führen.

Bilder der Veranstaltung