Publikationen und Service

Kolloquium
Brot oder nicht Brot? Möglichkeiten und Grenzen makro- und mikroskopischer Analysen verkohlter Funde aus den Seeufersiedlungen Mondsee, Hornstaad-Hörnle, Sipplingen-Osthafen und Twann

Datum 07.02.2019
Uhrzeit 10:30 - 12:00 Uhr

Die Beschäftigung mit tatsächlichen oder vermeintlichen archäologischen Brotfunden Mitteleuropas – die meisten davon aus Seeufersiedlungen – hat seit den ersten zaghaften Versuchen vor über hundert Jahren vor allem ab der Mitte des 20. Jahrhunderts durch das Wirken von Max Währen einen enormen Aufschwung
erfahren. Die Werkzeuge für eine nachvollziehbare Analyse nach naturwissenschaftlichen Kriterien schufen jedoch erst Archäobotanikerinnen wie Camilla Dickson, Delwen Samuel oder Ann-Marie Hansson in den 1980ern. Inzwischen stehen einige gut erprobte Methodensätze zur Verfügung, um neue wie auch museale „Brot“-Funde zu untersuchen, und um wertvolle Informationen zu Zutaten und Verarbeitungsweise zu gewinnen.
Anhand einiger ausgewählter Objekte soll die laufende Forschung im ERC-Projekt PLANTCULT (Grant Agreement No. 682529, PI Soultana Maria Valamoti) dargestellt werden, die Versuche zur Klassifizierung archäologischer Getreideerzeugnisse ebenso wie die Perspektiven, die sich für die Rekonstruktion der chaînes opératoires der Getreideverarbeitung ergeben.
Hinweise Referent: Andreas Heiss (Österreichisches Archäologisches Institut, Bioarchäologie/Archäobotanik)
Veranstalter Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart
Veranstaltungsort LAD Dienststelle Hemmenhofen
Fischersteig 9
78343 Hemmenhofen

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Ansprechpartner Jasmin Schadmehri
jasmin.schadmehri@rps.bwl.de