Publikationen und Service

Rettungsgrabung in der Kirchstraße in Alleshausen (Kreis Biberach)

Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart lädt am Donnerstag, 17. September 2020, von 16:00 bis 18:00 Uhr zur offenen Grabung ein

Pressemeldung Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Archäologische Denkmalpflege

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Medienvertreterinnen und Medienvertreter,

 

seit Mitte Juli 2020 führt das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD) in der Kirchstraße in Alleshausen eine Rettungsgrabung durch. Bereits 2019 hatte die Gemeinde Alleshausen an dieser Stelle mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens begonnen und war auf archäologische Funde gestoßen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger lädt das LAD am Donnerstag, 17. September 2020, von 16:00 bis 18:00 Uhr zur offenen Grabung ein. Spezialisten des LAD geben Auskunft zu Fragen rund um die neue Fundstelle und das Thema der Feuchtbodenarchäologie.

 

Gerne können Sie in Ihrem Medium auf die offene Grabung hinweisen und selbst teilnehmen.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Besichtigung der Grabung allerdings nur eingeschränkt und unterteilt in Kleingruppen sowie unter Einhaltung der Abstands- sowie Hygieneregeln möglich. Wir bitten um Verständnis dafür, dass eine Teilnahme nur möglich ist, wenn alle Teilnehmenden ihre Daten für eine etwaige Kontaktpersonennachverfolgung vollständig vor Ort angeben und zur Verfügung stellen. Diese Daten werden vier Wochen nach der Erhebung vernichtet. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen über die Verarbeitung personenbezogener Daten.

 

Der Besuch der Fundstelle ist kostenlos. Die Fundstelle liegt am Ortsrand von Alleshausen, gegenüber dem Gebäude Kirchstrasse 22, 88422 Alleshausen. Das Tragen von festem Schuhwerk und gegebenenfalls wetterfester Kleidung wird empfohlen. Alle Teilnehmenden haben zu Beginn am Treffpunkt einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Maske kann dann abgenommen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.

 

Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder die in Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person stehen oder standen, oder wenn seit dem letzten Kontakt noch nicht 14 Tage (ausgehend vom Termin der Führung) vergangen sind, oder die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur aufweisen, dürfen an der offenen Grabung nicht teilnehmen.

 

Bei der neuen Fundstelle handelt es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um den Randbereich einer am Ufer des ehemaligen Federsees gelegenen Siedlung des Jungneolithikums. Der Schwerpunkt des sehr umfangreichen Fundmaterials gehört in die späte Schussenrieder Kultur und ist rund 6.000 Jahre alt. Aus dieser Zeit waren bisher kaum Funde vom Federsee bekannt. Das Spektrum der Funde reicht insgesamt vom frühen Neolithikum bis ins Hochmittelalter.

 

Die Fundstelle liegt höher als die bisher bekannten Feuchtbodensiedlungen um den Federsee. Überraschend ist, dass trotzdem noch Hölzer erhalten geblieben sind. Zum jetzigen Zeitpunkt ist allerdings noch nicht klar, ob diese prähistorisch oder jünger zu datieren sind. Die Funde der Grabung werden später auch im Federseemuseum zu sehen sein.

 

 

Anlage:

Abbildung 1: Fundstelle Alleshausen (Quelle: P. Scherrer/LAD)

Abbildung 2: erhaltene Hölzer werden akribisch freigelegt (Quelle: P. Scherrer/LAD)

 

Die Bilder können unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://t1p.de/gw9a

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre

Pressestelle

 

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