Publikationen und Service

Rettungsgrabung an der Kronenstraße 21 ist abgeschlossen

Pressemeldung Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Archäologische Denkmalpflege  

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Medienvertreterinnen und Medienvertreter,

 

beim Umbau des Anwesens Kronenstraße 21 in Freiburg kamen bei Erdarbeiten zur Erstellung einer Tiefgarage über 225 menschliche Bestattungen zutage. Da sich das Bauvorhaben im Bereich des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Leprosoriums von Freiburg befindet, wurden unter Aufsicht des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart archäologische Untersuchungen durchgeführt. Die Rettungsgrabung durch die Firma AAB wurde letzte Woche abgeschlossen. Die Ergebnisse möchten wir Ihnen als Vertreterinnen und Vertreter der Presse gerne im Rahmen eines Pressetermins vorstellen.

 

Kommen Sie am

 

Freitag, 25. September 2020, 11:00 Uhr,

zum Dienstsitz der Denkmalpflege in der Günterstalstraße 67,

79100 Freiburg im Breisgau

 

Nach einem kurzen Überblick zu den Grabungsergebnissen zeigen wir Ihnen eine Auswahl von Funden aus den Gräbern. Die Anthropologin Carola Berszin erläutert die nachgewiesenen Krankheiten anhand pathologischer Befunde der Skelettfragmente.

 

Als Ansprechpartner stehen Ihnen vor Ort zur Verfügung:

 

•          Frau Carola Berszin M.A., Fa. Anthropologische Dienstleistungen, Konstanz

•          Dr. Bertram Jenisch, LAD

 

Bitte senden Sie Ihre Anmeldung zum Termin bis spätestens Mittwoch, 23. September 2020, an pressestelle(at)rps.bwl.de.

 

Die notwendigen Abstände in der aktuellen Coronalage vor Ort sind zu beachten. Bitte bringen Sie dennoch vorsorglich einen Mund-Nasen-Schutz zum Termin mit.

 

Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder die in Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person stehen oder standen, oder wenn seit dem letzten Kontakt noch nicht 14 Tage (ausgehend vom Termin der Führung) vergangen sind, oder die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur aufweisen, dürfen am Termin nicht teilnehmen.

 

 

Hintergrund:

Das Leprosorium, eine Einrichtung zur Unterbringung von Menschen mit ansteckenden Krankheiten, bestand von 1251 bis zum Dreißigjährigen Krieg an der Einmündung der Kronenstraße in die Basler Straße. Die Wohnbauten der Siechen, das Schaffneigebäude und die Kapelle lagen offenbar südwestlich der Fundstelle. Neben den Bewohnern dieser karitativen Einrichtung wurden dort später auch zahlreiche Soldaten der Schlacht von 1744 bestattet.

 

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und stehen gerne für Rückfragen zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Julia Kässer

Pressereferentin Regierungspräsidium Stuttgart, 0711/904-10002

 

 

Anlage:

Abbildung 1: Doppelbestattung im Bereich des Leprosenfriedhofs (Quelle: ArchaeoTask)