Publikationen und Service

Veranstaltung „Das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler und seine Außenlager - Neue Blicke auf einen komplexen Ort“

Kolloquium am 29. Juni 2018 im Rahmen der deutsch-französischen Ausstellung „Natzweiler: Spuren/Traces“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart

PRESSEEINLADUNG                                                                   28. Juni 2018

Nr.: 236/2018

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Rahmen der Sonderausstellung „Natzweiler: Spuren/Traces“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart veranstaltet das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, die oberste Denkmalschutzbehörde, ein Kolloquium zum Thema „Das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler und seine Außenlager – Neue Blicke auf einen komplexen Ort“.

 

Sie sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Kommen Sie

 

am Freitag, 29. Juni 2018, um 15:00 Uhr

ins Haus der Wirtschaft, Bertha-Benz-Saal

Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart

 

Auch nach fast 75 Jahren ist die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler und seiner Außenlager auf beiden Seiten des Rheins nicht abgeschlossen. Zahlreiche Projekte und Initiativen widmen sich deshalb der Erforschung der Stätten und dem Bewahren der Erinnerung an diesen Orten.

 

Vertreter(innen) der Landesdenkmalpflege, der Gedenkstätten und der Künstler stellen in kurzen Vorträgen ihre jeweiligen Projekte und Herangehensweisen vor und tauschen sich im Anschluss daran unter einander und mit den Teilnehmer(inne)n der Veranstaltung zum Thema aus.

 

Wir bitten die Vertreterinnen und Vertreter der Presse, ihre Teilnahme bis morgen, 29.06.2018, 11:00 Uhr anzukündigen (pressestelle(at)rps.bwl.de) und bitten um Entschuldigung für die kurzfristige Einladung.

 

Wir freuen uns über Ihr Kommen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Katja Lumpp

 

Pressestelle des Regierungspräsidiums Stuttgart

Tel. 0711/904-10002

E-Mail: pressestelle(at)rps.bwl.de

 

Hintergrundinformationen:

Weiterführende Informationen zum Ausstellungsprojekt und zur Tagung finden Sie unter https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/bauen/denkmalschutz-und-pflege/natzweiler-spuren/.

 

Das Kolloquium ist Teil des Begleitprogrammes der Ausstellung. Expert*innen und Vertreter*innen der Landesdenkmalpflege, der Gedenkstätten und der Künstler stellen in kurzen Vorträgen ihre Projekte vor und tauschen sich im Anschluss daran unter einander und mit den Teilnehmer(inne)n der Veranstaltung zum Thema aus:

 

Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart wird in das Thema einführen.

 

Frédérique Neau-Dufour (Centre Européen du Résistant Déporté) und Dorothee Roos (Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler e.V.) sprechen über die Arbeit der Gedenkstätten und umreißen den Weg „vom Kulturbruch zum Kulturerbe“

 

Unter dem Motto “UTOPIA – Kunst ist die Zukunft der Menschheit“ stellt der bildende Künstler Luc Demissy das bilaterale Kunstprojekt „Fraternité/Brüderlichkeit“ vor.

 

Pierre Dufour, Architekt mit denkmalpflegerischem Schwerpunkt, wird in seinem Vortrag auf die besonderen Anforderungen eingehen, die die ehemaligen KL-Außenlager und heutige Gedenkstätten an Architektur und Denkmalpflege stellen.

 

Dr. Christian Bollacher und Dr. Barbara Hausmair, beide vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, werden über die denkmalpflegerische Erfassung und archäologische Erforschung der ehemaligen Außenlager berichten.

 

Sibylle Thelen, Landeszentrale für politische Bildung BW, führt durch den Nachmittag und moderiert die Veranstaltung.

Die Ausstellung „Natzweiler: Spuren/Traces“ findet vom 12. Juni bis 4. Juli 2018 anlässlich der Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels an die Gedenkstätten an Standorten des ehemaligen KZ-Komplexes beiderseits des Rheins statt und wurde vom Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau BW, der obersten Denkmalschutzbehörde kuratiert.

Sie zeigt auf über 600 qm die gemeinsame Spurensuche von deutschen und französischen Künstler(inne)n, Schüler(inne)n, Gedenkstättenvertreter(inne)n und Denkmalpfleger(inne)n. Die Besucher sind eingeladen, sich in den drei Ausstellungsteilen „Erinnerung/Mémoire“, „Kunst/Art“ und „Denkmal/Monument“ mit ihnen auf die Suche nach den Spuren zu begeben.

 

Das Europäische Kulturerbe-Siegel wurde im März 2018 den 15 Gedenkstätten an Standorten des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler im Elsass und Baden-Württemberg für ihre grenzüberschreitende Erinnerungs- und Vermittlungsarbeit, die gegen das Verdrängen und Vergessen dieses historischen Erbes der NS-Zeit wirkt, verliehen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Völkerverständigung.