Publikationen und Service

Regierungspräsident Wolfgang Reimer auf der CMT

Besuch bei den Auftritten der Welterbestätten, der Gartenschauen sowie der Tourismusverbände

PRESSEMITTEILUNG                                                                                                            17. Januar 2018

Nr.: 19/2018

 

 

Regierungspräsident Wolfgang Reimer besuchte heute (Mittwoch, 17.01.2018) die 50. CMT. Dort galt sein Besuch vor allem auch dem Auftritt des Landesamts für Denkmalpflege (LAD), das eine Abteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart ist. Das LAD stellt in Messehalle 6 (Standplatz 6A33) neben Informationen zu allen sechs Welterbestätten in Baden-Württemberg eine neue Veröffentlichung zur jüngsten Welterbestätte, den Höhlen der Eiszeitkunst, vor.

 

Der „Erlebniskoffer Höhlen und Eiszeitkunst“,  der am 15.01.2018 auf der CMT erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, stellt Lehrerinnen und Lehrern fachlich-archäologisch sowie pädagogisch-methodisch fundiert erarbeitetes Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Ziel ist es, damit das Thema Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb im Schulunterricht der Klassen 3 bis 6 zu vertiefen. Expertinnen und Experten des LAD stehen den Besuchern am Stand Rede und Antwort.

 

„Die sechs baden-württembergischen Welterbestätten sind wichtige touristische Ziele. In erster Linie haben Sie aber natürlich eine große kulturhistorische Bedeutung“, so Reimer. „Besonders am Herzen liegt mir dabei auch, die heranwachsende Generation für diese wichtigen kulturgeschichtlichen Zeugnisse zu interessieren.“

 

Zudem besuchte der Regierungspräsident auf seinem Rundgang über die Jubiläums-CMT die Auftritte der Bundesgartenschau Heilbronn sowie der Remstalgartenschau, von denen Reimer sichtlich angetan war.

 

„Was die an der Remstalgartenschau beteiligten 16 Städte und Gemeinden planen und bereits auf die Beine gestellt haben, ist beeindruckend“, betonte der Regierungspräsident. „Der interkommunale Charakter, bei dem gleichermaßen Wert auf die Vielfalt der Einzelprojekte sowie die verbindenden Elemente gelegt wird, hat Vorbildcharakter und ist in dieser Form ein Novum in der Geschichte der Gartenschauen.“

 

„Auch den Auftritt der Bundesgartenschau in Heilbronn finde ich äußerst gelungen. 2019 haben wir die erfreuliche Situation, Schauplatz sowohl der Bundes- als auch der Remstalgartenschau zu sein. Ich bin überzeugt, dass die Investitionen zur strukturellen Weiterentwicklung der Kommunen beitragen und beide Events dem Tourismus in unserem Bezirk weiter und nachhaltig Auftrieb geben werden“, zeigte sich Reimer erfreut. Das Regierungspräsidium nimmt bei den Fördermaßnahmen des Landes für beide Gartenschauen eine koordinierende Schlüsselrolle ein.

 

Weitere Stationen seines Rundganges waren Auftritte der Tourismusverbände von Regionen und Landkreisen  im Regierungsbezirk Stuttgart. „Unser Bezirk bietet unzählige touristische Attraktionen - angefangen bei den drei Welterbestätten, über das  Biosphärengebiet bis hin zu unseren rund 260 Naturschutzgebieten“, führte der Regierungspräsident aus. „Der Tourismus ist für unseren Bezirk ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die gilt gerade auch im ländlichen Raum, dessen Stärkung mir ein besonderes Anliegen ist.“

 

 

Hinweis für die Pressevertreter:

Für allgemeine Rückfragen steht Ihnen als Ansprechpartnerin Katja Lumpp,  Pressesprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart, unter der Telefonnummer 0711/904-10002 gerne zur Verfügung.

 

 

Weitere Informationen zu den Höhlen der Eiszeitkunst

Seit 2017 sind einige Höhlenfundstellen in Ach- und Lonetal sowie die sie umgebende Landschaft der Schwäbischen Alb als Welterbestätte in die Liste der UNESCO eingeschrieben. Die dort gefundenen ältesten figürlichen und beweglichen Kunst- und Musikobjekte der Welt sind ein einzigartiges Zeugnis der Menschheitsgeschichte.

 

Um auch junge Schülerinnen und Schüler für die Themen Eiszeitkunst und Welterbe zu begeistern, haben Mitarbeitende aus den Bereichen Pädagogik und Archäologie der Landesdenkmalpflege, in Kooperation mit den baden-württembergischen Landesministerien für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie für Kultus, Jugend und Sport, gemeinsam eine Broschüre für Lehrkräfte veröffentlicht. Mit dem „Erlebniskoffer Höhlen und Eiszeitkunst“ steht Lehrerinnen und Lehrern fachlich-archäologisch sowie pädagogisch-methodisch fundiert erarbeitetes Unterrichtsmaterial zur Verfügung, mit der das Thema Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb im Schulunterricht der Klassen 3 bis 6 vertieft werden kann. Die Broschüre ist mit umfangreichen Umsetzungsideen, Kopiervorlagen und Hintergrundinformationen versehen. Zudem bietet sie Vorschläge für Exkursionen zu Höhlenfundstellen und Museen in und um das Welterbegebiet.

 

Die neue Publikation ist vom Landesamt für Denkmalpflege an die Grundschulen in den Landkreisen Heidenheim, Alb-Donau, Ulm, Ostalb, Göppingen, Esslingen, Reutlingen und Biberach sowie an alle weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg kostenfrei versandt worden. Zudem steht ein PDF auf der offiziellen Website der Welterbestätte auf www.iceageart.de unter „Service“ sowie unter www.denkmalpflege-bw.de zum kostenlosen Download bereit.

 

Baden-Württemberg verfügt über sechs Welterbestätten: das „Kloster Maulbronn“, die „Klosterinsel Reichenau“, die „Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen“, „Grenzen des Römischen Reiches – der Obergermanisch-Raetische Limes“,  „Das architektonische Werk des Architekten Le Corbusier“ sowie seit Juli 2017 die „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Im Regierungsbezirk Stuttgart befinden sich die Welterbestätten „Grenzen des Römischen Reiches – der Obergermanisch-Raetische Limes“,  „Das architektonische Werk des Architekten Le Corbusier“ [Le Corbusier Häuser in Stuttgart] sowie die „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ [Vogelherdhöhle bei Niederstotzingen].

 

Weitere Informationen zum Thema Förderung der touristischen und wirtschaftlichen Infrastruktur

Das Regierungspräsidium hat eine Schnittstellenfunktion zur Tourismusbranche, u.a. durch die ihm obliegende Förderung der touristischen und wirtschaftlichen Infrastruktur. Darunter fällt u.a. die Beratung der Gemeinden, Mitwirkung bei der Aufstellung und Abwicklung des jährlichen Förderprogramms, sowie Prädikatisierung von Kur- und Erholungsorten. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der vier Regierungspräsidien https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Wirtschaft/Seiten/Tourismus.aspx.