Publikationen und Service

Ausstellungseröffnung der Doppelausstellung: "Mit Religion kann man nicht malen"

14.09.17

 

PRESSEMITTEILUNG                                                                 14. September 2017

Nr.: 307/2017

 

Landesdenkmalpflege

 

Doppelausstellung „Mit Religion kann man nicht malen“ –Adolf Hölzel in Ulm, von Samstag, 16. September 2017 bis Sonntag, 7. Januar 2018

 

Ausstellungseröffnung am Freitag, 15. September 2017 um 19:00 im Museum Ulm

 

Ausstellungsorte: Museum Ulm und Pauluskirche Ulm

 

 

Im Mittelpunkt der Doppelausstellung „Mit Religion kann man nicht malen –Adolf Hölzel in Ulm“ steht das monumentale Wandbild des Gekreuzigten, das der Stuttgarter Maler und Akademieprofessor im Jahr 1910 für die Altarnische der Pauluskirche in Ulm schuf.

 

Bei der kunsthistorisch und maltechnisch außergewöhnlichen Arbeit handelt es sich um das einzige, vom Künstler persönlich und nicht von seinen Schülern geschaffene Wandbild. Das Werk ist darüber hinaus von herausragender Bedeutung im Hinblick auf die Schriften Adolf Hölzels zur Farbtheorie – entstanden für einen der frühesten, innen betonsichtigen Sakralbauten Deutschlands, einem ebenso ungewöhnlichen wie innovativen Kirchenbau. Die Nische mit dem Gekreuzigten bildet den zentralen Blickpunkt in der hallenartigen Architektur und gleichzeitig den künstlerischen Höhepunkt.

 

Die Umgestaltung der Pauluskirche in den 1960er-Jahren griff mit teils schwerwiegenden Folgen in die gestalterischen Qualitäten und in die Bedeutungsebenen des ehemaligen Gesamtkonzeptes von Architektur und Ausstattung ein. Dabei wurden auch einige Bereiche der von Hölzel gestalteten Nische mit dem Kruzifix übermalt.

 

Der künstlerische Rang des Gekreuzigten und seine „Lebensgeschichte“ gaben den Anlass, sich mit diesem Schlüsselwerk eines Wegbereiters der Abstraktion in der deutschen Kunst zu befassen. Die umfangreiche Materialiensammlung zu Informationen über die ursprüngliche Gestaltung des Kruzifixes und über die Veränderung im Raumkontext dient als eine Entscheidungsgrundlage für den zukünftigen Umgang mit der Gestaltung der Altarnische. Das Thema geschmacklich geprägter und mitunter liturgisch begründeter baulicher und gestalterischer Veränderungen in Kircheninnenräumen berührt sehr häufig denkmalpflegerische Belange. Mit der Ausstellung bietet sich die Chance, die Komplexität und die Gesamtproblematik des denkmalpflegerischen Tagesgeschäftes am Beispiel der Pauluskirche einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

 

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, 15. September 2017 um 19:00 Uhr im Museum Ulm (Marktplatz 9, 89073 Ulm) statt. Die Ausstellung läuft von Samstag, 16. September 2017 bis Sonntag, 7. Januar 2018 und wird im Ulmer Museum sowie in der Pauluskirche Ulm präsentiert. Auf das Pressegespräch im Museum Ulm, morgen 15. September 2017, 11 Uhr wird hingewiesen (Presseinformation Museum Ulm vom 1.09.2017).

 

Die Ausstellung wurde in Kooperation des Landesamtes für Denkmalpflege, der Pauluskirche Ulm, des Museums Ulm, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Adolf Hölzel-Stiftung Stuttgart entwickelt.

 

Hinweis für die Pressevertreter:

Für Rückfragen steht Ihnen als Ansprechpartner Matthias Kreuzinger, Pressereferent beim Regierungspräsidium Stuttgart, unter der Telefonnummer 0711/904-10002 gerne zur Verfügung.

 

Anlage: Broschüre zur Ausstellung

 

 

 

Weitere Informationen:

 

Die Ausstellung wird durch eine Publikation (Hrsg: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, 120 S., 18 €) sowie von einem umfassenden Veranstaltungsprogramm begleitet.

 

https://www.denkmalpflege-bw.de/ Veranstaltungskalender 15.09.2017

 

http://www.ulm.de/kultur_tourismus/museen_und_bildende_kunst/aktuelles.109222.3076,3963,3850,3586,109222.htm