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Archäologische Funde am „Brunnenrain“, Haigerloch-Owingen, Zollernalbkreis

Im Zuge von Bauarbeiten für ein Wohnhaus in Haigerloch – Owingen offenbarten sich archäologische Funde am „Brunnenrain“.

 

Während ein Grabungsteam der Archäologischen Denkmalpflege des Regierungspräsidiums Tübingen noch vermisst und dokumentiert und selbst der Hausbau weiter voranschreitet, skizziert sich das Bild eines römischen Gutshofs am „Brunnenrain“ nordwestlich von Owingen.

Da archäologische Spuren dort zu erwarten waren, war der Bauaushub für das Wohnhaus archäologisch begleitet durchgeführt worden.

 

Bereits 1894 hatte man am „Brunnenrain“ die Fundamente von zwei Gebäuden eines römischen Gutshofs erkannt. Die Mauerzüge des Hauptgebäudes wurden 2006 mit Hilfe geophysikalischer Messungen lokalisiert. Seine 36 m breite Schaufront blickt aus bester Lage nach Süden über das Eyachtal hinweg.

 

Bei den nun knapp 100 m entfernt aufgedeckten Mauerresten handelt es sich um die Grundmauern zweier Neben- und Wirtschaftsbauten sowie der Hofmauer, die das rund 2,5 Hektar große römische Anwesen umschloss. Der Gutshof lag an der römischen Fernstraße, die aus der Schweiz über Rottweil / Arae Flaviae und Rottenburg / Sumelocenna ins Neckarland führt. Er existierte im 2. und beginnenden 3. Jahrhundert n. Chr.

Bereits in keltischer Zeit zog der „Brunnenrain“ Besiedlung an, so in der Zeit um 600 v.Chr. und im 2./1. Jahrhundert v.Chr.

 

Große Teile des römischen Gutshofareals liegen außerhalb des Baugebiets und bleiben im Acker- und Wiesenland erhalten.

 

Hinweis für die Redaktionen:

Für Fragen zu dieser Pressemitteilung steht Ihnen Herr Dr. Oliver Knörr, Pressereferent, Tel.: 07071-757-3076, gerne zur Verfügung.