„Rudolf Yelin der Jüngere und die Glasmalerei im Ulmer Münster: zum Umgang mit sakraler Kunstverglasung der Nachkriegszeit“, nennt sich eine neue Publikation des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart. Das Werk erscheint als Band 51 in der Reihe „Arbeitshefte Landesamt für Denkmalpflege“ und gibt Einblicke in ein bisher wenig beleuchtetes Thema der Glasmalerei. Während die sakrale Glasmalerei der Nachkriegszeit vielerorts aufgegeben wird, diskutiert die Denkmalpflege ihren Wert. So zeigt der Beitrag des LAD die Bedeutung der sakralen Glasmalerei der Nachkriegszeit für die Geschichte der Glasmalerei, des Kirchenbaus und der Liturgie im 20. Jahrhundert.
Derzeit erhält das nördliche Seitenschiff des Ulmer Münsters neue Fenster, die von dem Glasmaler Thomas Kuzio gestaltet wurden. Dabei werden die Kirchenfenster aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg dauerhaft ausgebaut. Mit dabei ist das Fenster „n XI“ von Rudolf Yelin d. J., das er 1951 mit Schwarzlotmalerei gestaltet hat. Ausgehend von den Entwicklungen zum Yelin-Fenster veranstalteten das LAD und die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ulm im März 2023 ein öffentliches Fachgespräch im Ulmer Haus der Stadtgeschichte. Der Austausch mit Expertinnen und Experten der Glasmalerei diente dazu, die Haltung zu sakraler Glasmalerei des 20. Jahrhunderts in einem größeren Kontext und auch an anderen Beispielen zu diskutieren. Die Beiträge zeichnen ein differenziertes Bild zum aktuellen und historischen Umgang mit sakraler Glasmalerei der Nachkriegszeit. Eine Zusammenfassung der Beiträge ist nun im neu erschienenen Band nachzulesen.
Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (Hrsg.):
Rudolf Yelin der Jüngere und die Glasmalerei im Ulmer Münster: zum Umgang mit sakraler Kunstverglasung der Nachkriegszeit. Arbeitshefte des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Band 51.
Jan Thorbecke Verlag
ISBN 978-3-7995-2188-8
118 Seiten, 20 Euro
Anlage
Buchcover, Jan Thorbecke Verlag
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