Denkmale

Die Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg im Film





Allgemeine landesweite Informationen

Archäologische Denkmalpflege

Da nur bekannte Fundstellen geschützt werden können, ist die archäologische Denkmalpflege intensiv um die Erforschung der im Boden verborgenen Hinterlassenschaften vergangener Generationen und deren Verortung in speziellen Datenbanken bemüht. Verfahren wie die Luftbildarchäologie, Bodenradar und Laserscan werden vorgestellt sowie der Ablauf von Grabungen erklärt. Spannende Einblicke gewinnt man auch in die Anthropologie und die Wasserarchäologie.





Informationen zu archäologischen Ausgrabungen und Forschungsprojekten

Die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst

Die „Höhlen der ältesten Eiszeitkunst“ sind 2016 von der Bundesrepublik Deutschland als UNESCO-Weltkulturerbe nominiert worden. In sechs Höhlen auf der Schwäbischen Alb wurden die bislang ältesten mobilen figürlichen Kunstobjekte und Musikinstrumente der Menschheit gefunden.

Die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst (unvertont mit Untertitel) [2016; Filmlänge: ca. 4 Minuten]

The Caves with the oldest Ice Age art [2016; length: aprox. 4 minutes]




Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb - Ein UNESCO-Welterbe (1) Der Weg zum UNESCO-Welterbe

Der fünfteilige Film begleitet die Nominierung und Einschreibung der Welterbestätte. Im ersten Teil des Films begleiten wir den Weg von der Einschreibung zur Nominierung der Welterbestätte. Es werden die Hintergründe zu den Einschreibungskriterien, den archäologischen Fundstellen und Funden sowie dem außergewöhnlich universellen Wert beleuchtet.

Der Weg zum UNESCO-Welterbe [2020; Filmlänge: ca. 15 Minuten] (ohne Untertitel)




Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb - Ein UNESCO-Welterbe (2) Hintergrund und Bedeutung

Der zweite Teil erläutert eindrucksvoll und detailreich den außergewöhnlichen Wert von Funden, Fundstellen und Landschaft der Welterbestätte „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. Davon ausgehend wird aufgezeigt, warum diese Stätte zu den bedeutendsten Kulturgütern der Welt gehört und in die Welterbeliste eingetragen wurde.

Hintergrund und Bedeutung [2020; Filmlänge: ca. 9 Minuten] (ohne Untertitel)




Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb - Ein UNESCO-Welterbe (3) Forschungsgeschichte

Der dritte Teil bietet Einblicke in die über 150-jährige Forschungsgeschichte der Welterbestätte. Die verschiedenen Forscherpersönlichkeiten werden vorgestellt. Darüber hinaus werden interessante Details zu den Fundumständen der weltweit einzigartigen Artefakte der Welterbestätte geschildert.

Forschungsgeschichte [2020; Filmlänge: ca. 16 Minuten] (ohne Untertitel)




Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb - Ein UNESCO-Welterbe (4) Schutz und Konservierung

Zu den größten Herausforderungen der Denkmalpflege gehört die Erhaltung der Welterbestätte. Der vierte Teil zeigt, welche Mittel ergriffen werden, um ein nachhaltiges Bestehen der Welterbestätte auch in Zukunft zu gewährleisten.

Schutz und Konservierung [2020; Filmlänge: ca. 8 Minuten] (ohne Untertitel)




Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb - Ein UNESCO-Welterbe (5) Wissensvermittlung

Abschließend wird in der Filmreihe dargestellt, wie eines der wichtigsten Ziele der UNESCO-Welterbekonvention, das Wissen um die Bedeutung unseres weltweit vorhandenen kulturellen Erbes, an die Öffentlichkeit vermittelt wird.

Wissensvermittlung [2020; Filmlänge: ca. 15 Minuten] (ohne Untertitel)




Die Alte Burg bei Langenenslingen - 3D-Photogrammetrie

Die archäologische Denkmalpflege im Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart setzt seit 2010 zunehmend Laserscanner und photogrammetrische Verfahren wie SFM (structure from motion) zur dreidimensionalen Dokumentation archäologischer Strukturen ein.





Die Entwicklung der Heuneburg

Zur Zeit der frühen Kelten, ab 600 v. Chr., etablierte sich an der Heuneburg an der oberen Donau ein einflussreiches Siedlungszentrum mit stadtähnlicher Bebauung. Die Blütezeit der Anlage ist die Phase der Lehmziegelmauer, einer monumentaler Wehranlage, die das Burgplateau der Heuneburg umgab. Mehrmals zerstörten Brände die Anlagen auf dem Burgberg und Mitte des 6. Jahrhunderts veränderte sich die Bebauung grundlegend. Auf dem Burgplateau wurden die Großbauten der sogenannten Herrenhäuser errichtet und auf der ehemaligen Außensiedlung legten die Kelten große Grabhügel an, in denen sie ihre sozialen Eliten bestatteten.




Das Fürstinnengrab Bettelbühl: Die Blockbergung

2010 wurde im Umfeld des frühkeltischen Fürstensitzes Heuneburg bei Herbertingen, Kreis Sigmaringen, eine spektakuläre Entdeckung gemacht: ein unberaubtes Kammergrab mit reichen Grabbeigaben. Das komplette Kammergrab wurde im Block geborgen und zur weiteren Untersuchung in das Grabungslabor des Landesamtes für Denkmalpflege nach Ludwigsburg gebracht.




Rekonstruktionsversuch des Steintors der Heuneburg

Im Jahr 2005 kamen bei archäologischen Ausgrabungen auf der Heuneburg die Überreste eines monumentalen Steintores zu Tage. Das Torhaus lag innerhalb eines Schutzwalls und erinnert von der Form her - wie die Lehmziegelmauer - an mediterrane Vorbilder. Aufgrund seiner beeindruckenden Größe war die repräsentative Toranlage im 6. Jahrhundert v. Chr. im gesamten Raum nördlich der Alpen einzigartig.




Keltische Fürstensitze, Heuneburg

Ein virtueller Besuch der Grabung Heuneburg im oberen Donautal. Bei der Heuneburg handelt es sich um einen frühkeltischen Fürstensitz aus dem 6. Jh. v. Chr. Durch die Verwendung luftgestützter 3D-Scans und bodengestützter 3D-Laserscans, liegt eine detaillierte Animation vor, in der die Burganlage und deren Bauweise anschaulich erläutert werden.




Bodenseetaucher

Der Film begleitet einen archäologischen Taucher bei der Erkundung einer Pfahlbausiedlung im Hafen von Sipplingen am Bodensee. Es werden einmalige Einblicke in die Arbeit der Unterwasserarchäologie gewährt. Zu sehen bekommt man den Einsatz einer speziellen Saugvorrichtung und die Sicherung des Siedlungsbefundes, dazu gibt es zahlreiche Erläuterungen zum Vorgehen unter Wasser und später im Labor.




Ziergehänge aus einem Frauengrab in Lauchheim

Die 3D-Computertomographie gestattet detaillierte Einblicke in Blockbergungen aus frühmittelalterlichen Gräberfeldern, ohne dass die darin enthaltenen Fundstücke zuvor aufwendig freigelegt werden müssen. Im Film wird ein Ziergehänge aus dem Grab einer höheren Dame (aus dem 7. Jh.) visualisiert.