Geschichte, Auftrag, Struktur

Projektbericht Friedensschule, Ludwigsburg

Ludwigsburg - Meine Heimatstadt

An den letzten drei Vormittagen vor den Sommerferien gab es für die Drittklässler der Friedensschule ein Projekt mit dem Thema „Ludwigsburg- Meine Heimatstadt“. Die beiden Klassenlehrerinnen Frau Strübel-Modrzejewski und Frau Kraubmann wurden hierbei von Frau Klopfer vom Landesamt für Denkmalpflege unterstützt.

23. Juli 2012

Am ersten Projekttag kam Frau Klopfer zu den Kindern in die Schule. Zu Beginn erarbeitete sie mit den Schülern die Antworten zu der Frage: „Was ist ein Denkmal?“. Mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation erklärte sie den Unterschied zwischen einem Kunst- und einem Baudenkmal. Die Kinder verstanden, dass nicht nur das berühmte Ludwigsburger Schloss ein Baudenkmal ist. Auch öffentliche und private Gebäude wie zum Beispiel Schulen, Kasernen, Fabriken, Kirchen und sogar die Neckarschleuse in Poppenweiler gehören zu den Baudenkmalen. Danach versuchte Frau Klopfer einen Einblick in die Architekturgeschichte in und um Ludwigsburg zu geben. Diese Zeitreise begann mit der mittelalterlichen Burgruine Hoheneck und den alten Fachwerkhäusern in Ossweil und Poppenweiler. Die Zeit des Barock wurde mit dem Ludwigsburger Schloss beispielhaft vorgestellt. Der Klassizismus und der Historismus wurden anhand der Kasernengebäude in Ludwigsburg verdeutlicht. Da sich unweit der Friedensschule eine alte Jugendstil-Villa befindet, fand vor allem diese architektonische Epoche bei den Kindern hohen Anklang. Begeistert bastelten die Schüler im Anschluss eine Zeitleiste in welcher sich das Erlernte widerspiegelte.

24. Juli 2012

Der nächste Tag begann mit einem Exkurs zur Baugeschichte von Wohnhäusern. Die Spannweite erstreckte sich vom Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach über die prunkvollen Balustraden und Pilaster des Barock bis zu der im Klassizismus nachgeahmten griechisch-römischen Bauweise. Anhand von Abbildungen berühmter Häuser der Stadt Ludwigsburg zeichneten die Schüler die jeweiligen Symmetrieachsen in die Gebäude ein. Verzückt von Begriffen wie dem so genannten „Ochsenauge“ tauchten die Kinder immer tiefer in die Stadtbaugeschichte Ludwigsburgs ein.

25. Juli 2012

Am letzten Projekttag stand nun die Exkursion zum Pflugfelder Torhaus auf dem Plan. Der Architekt Herr Lang erzählte den Kindern Interessantes zu der Geschichte und der Renovierung des Torhauses. Auf spielerische Art und Weise wurde das Torhaus im Anschluss erkundet. Die Schüler schauten aus den Sprossenfenstern, erkundeten die Deckenbalken und sahen sich von außen die Biberschwanzziegel an. Es folgte ein Rundgang durch die Ausstellung „Ludwigsburger Firmen“. Eine von den Kindern schon sehr ersehnte Besichtigung der Judenstil-Villa Franck sollte den nächsten Programmpunkt beinhalten. In Kleingruppen liefen die Schüler um die Villa herum und zählten die Dachgauben und die Fenster der Schauseite der Beletage. Da die Villa in Privatbesitz ist, war eine Besichtigung der Innenräume zunächst nicht möglich. Herr Blankenhorn, der neue Besitzer, erbarmte sich aber den bittenden Kinderaugen und ließ die Projektgruppe seine Villa dann doch noch von innen erkunden.

Projektbeteiligte

  • Schüler der Klassen 3a und 3b der Friedensschule in Ludwigsburg
  • Frau Stübel-Modrzejewski und Frau Kraubmann, projektbetreuende Lehrkräfte
  • Frau Martina Klopfer, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart
  • Herr Lang, Architekt
  • Bürgerverein Weststadt und Pflugenfeld e.V.