Geschichte, Auftrag, Struktur

Projektbericht Hölderlin-Grundschule, Lauffen am Neckar

Die Regiswindiskirche

Die Regiswindiskirche ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Lauffen am Neckar. Bereits um 700 stand auf dem Felsen hoch über dem Neckar eine erste Kirche. Die heutige Kirche ist der vierte Bau an dieser Stelle. Die Grundsteinlegung der heutigen Kirche ist für das Jahr 1227 archivalisch belegt. 1564 werden große Teile des Kirchenschiffs durch Blitzschlag zerstört. Der Wiederaufbau erfolgt als vereinfachte Hallenkirche. Derzeit steht die Restaurierung der Kirche an. Vor allem die West- und die Nordfassade sowie der Turm bedürfen einer gründlichen Sanierung.

Anlass und Zielsetzung des Projekts

Im gesamten Schuljahr 2011/2012 stand das Denkmal Regiswindiskirche im Mittelpunkt der beiden dritten Klassen. Das Projekt gliederte sich in eine Vielzahl von Bausteinen, an denen sich die Kinder voller Begeisterung beteiligten. Anlass für die Wahl des Projektes gaben die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die derzeit an der Regiswindiskirche durchgeführt werden. Ziel war es, die Schüler - und damit auch deren Eltern - für die Denkmalpflege zu begeistern. Dabei galt es spielerisch die Gründe zu erläutern, die für den hohen Aufwand bei der Erhaltung von Denkmalen sprechen. Dass durch die Arbeit der Projektgruppe in der Öffentlichkeit auf das Denkmal Regiswindiskirche aufmerksam gemacht wurde, war ein guter Nebeneffekt der Aktion. Weitere Informationen zu den Arbeiten an der Regiswindiskirche erhalten Sie auf der Website der Evangelischen Kirchengemeinde Lauffen a.N..

 

Internetauftritt der Evangelischen Kirchengemeinde Lauffen a.N.

Geschichten rund um die Regiswindiskirche

Franziska Hochwald, Redakteurin beim SWR 1, erklärte sich bereit mit schreibwütigen Schülern der Hölderlin-Grundschule den Workshop „DIE JUNGEN REDAKTEURE“ zu gestalten. Die Schüler schrieben fiktive, witzige Geschichten rund um die Regiswindiskirche. Ein Teil dieser Ergebnisse der jungen Autorenschaft soll in einer Spezialsendung des SWR 1 veröffentlicht werden. Die Geschichten der JUNGEN REDAKTEURE können auf der Internetseite der Hölderlinschule gelesen werden.

 

"Neun Geschichten rund um die Regiswindiskirche" auf der Internetseite der Hölderlingrundschule

Stadtführung

Für die Kinder wurde außerdem eine auf sie zugeschnittene Führung durch Lauffen am Neckar von Frau Heide Böhmer organisiert. Den Schülern sollte ein neuer Blick auf ihre Heimatstadt beschert werden. Schwerpunkt der Tour war dann vor allem die Regiswindiskirche.

Was ist ein Denkmal eigentlich?

Herr Till Läpple, der mit den derzeitigen Renovierungsarbeiten von der evangelischen Kirchengemeinde Lauffen beauftragte Architekt, gestaltete für die Schüler zwei Unterrichtsstunden zu den Themen: Was ist ein Denkmal? Welche Arten von Denkmalen gibt es? Warum ist das ein Denkmal? Frau Gabriele Bareis und Frau Petra Fink gaben dieser Unterrichtseinheit durch zusätzliche Vor- und Nachbearbeitung einen passenden Rahmen.

Die Schüler als Steinmetze - eine praktische Unterrichtseinheit

Höhepunkt des Projekts war ein praktischer Unterricht unter fachkundiger Anleitung der Steinmetze von der Steinmetzfirma Melchior. Die Schüler erfuhren, welche (körperlichen) Leistungen die Steinmetze damals bei der Erbauung der Regiswindiskirche erbringen mussten. Mit voller Arbeitsmontur stürzten sich die jungen „Klopfer“ auf die zu behauenden Steine, bis jeder am Ende ein in den Stein gehauenes Vogelbad stolz sein Eigen nennen konnte.

Spendensammlung

Um Spenden zu sammeln, verkauften die Schüler im Rahmen einer Urraufführung der Chor- und Theater-AG Flaschen- und Geschenkpackungen mit dem Motiv der Regiswindiskirche. Die Klasse 3b veranstaltete sogar noch einen Sponsorenlauf. Die dadurch erlangten Spenden kamen ebenfalls der Renovierung des Denkmals zugute.

Projektbeteiligte

  • Klassen 3a und 3b der Hölderlin-Grundschule in Lauffen am Neckar
  • Frau Bareis und Frau Fink, projektbetreuende Lehrkräfte
  • Herr Till Läpple, Architekt, Büro strebewerk. in Stuttgart
  • Steinmetzfirma Melchior
  • Frau Heide Böhner, Stadtführung
  • Frau Franziska Hochwald, Redakteurin des SWR 1 

 

Das Projekt fand in Kooperation mit der Kaywaldschule, Schule für Geistig- und Körperbehinderte in Lauffen am Neckar, statt.