Geschichte, Auftrag, Struktur

Projektbericht Johannes-Kepler-Schule Magstadt

Das Denkmalprojekt der Klasse 4a zum Jubiläum „500 Jahre Johannes-Täufer-Kirche“

An einem Montagmorgen kam unsere Lehrerin, Frau von Clausbruch herein und verkündete: „Die nächsten Wochen beschäftigen wir uns mit einem DENKMAL." Aber was ist ein Denkmal ?????

 

Am darauffolgenden Tag bekamen wir Besuch von Frau Kallenbach, der Ingenieurin, die bei der Renovierung der Johannes-Täufer-Kirche in Magstadt dabei war. Sie erzählte uns etwas über Denkmale, ihren Beruf und den Umbau des Dachstuhls und wir erhielten durch sie viele Informationen.

Besichtigung des Dachstuhles der Johannes-Täufer-Kirche

Drei Tage später unternahmen wir einen Ausflug zur Kirche. Dort erwartete uns Herr Stegmüller, der uns durch die Kirche führte. Dann stiegen wir die steilen Treppen bis zum Dachstuhl empor. Das war richtig toll, denn es war ziemlich steil und dunkel. Endlich kamen alle oben außer Puste an und Herr Lauffer, der an seiner Tracht als Zimmermann zu erkennen war, erklärte uns ganz genau die beim Bau des Dachstuhls verwendete Holzkonstruktion und deren Verbindungen. Es gibt nämlich mehrere unterschiedliche Holzverbindungen. Und die haben alle sehr lange gehalten, nur das Wasser hat sie kaputt gemacht. Deshalb mussten sie ausgetauscht werden, und das hat man so wie früher gemacht - ohne Eisennägel und Holzleim. Das war sehr beeindruckend und als Herr Lauffer verriet, dass wir das genau so nachbauen sollten, waren alle ganz begeistert und trugen stolz die schweren Holzbalken durchs Dorf zur Schule.

 

Doch dort erklärte uns Frau Kallenbach erst einmal, dass die Architekten und Statiker zuerst Pläne zeichnen und dann die Entwürfe auf das Holz übertragen müssen. Das war richtiger Matheunterricht mit Maßstabzeichnen und man muss ganz genau arbeiten.

Fertigung von Holzkonstruktionen im Modell

Dann endlich kam unser Höhepunkt: Die Arbeit in der Werkstatt. Zum Glück hatten wir die Unterstützung vom Werklehrer, unserem Pädagogischen Assistenten und natürlich dem Zimmermann, der uns viele Tricks zeigte, z.B. beim Einspannen der Balken. Und so flogen bald die Späne. Besonders viel Mühe machte das Arbeiten mit dem Stanzmesser und wir bekamen rote Köpfe von der Anstrengung. Und dann kam der spannende Moment: Passen alle Teile zusammen? Und tatsächlich, mit ein bisschen Hilfe klappte es.

Besuch einer Ausstellung über die Kirchenrenovierung

Danach besuchten wir die neue Ausstellung zur Kirchenrenovierung und Herr Koch erzählte uns tolle und interessante Dinge, während Herr Schöck Fotos von uns schoss.

Präsentation der eigenen „Bauwerke"

Und schließlich kam der letzte Tag. Wir schmückten unsere Bollerwägen und zogen unsere „Bauwerke“ zum Heimatmuseum. Dort wurden wir schon von Frau Kallenbach, Herrn Lauffer, Herrn Koch und Herrn Schöck erwartet. Für unsere Arbeit bekamen wir viel Lob von allen, eine Urkunde und vom Zimmermann einen Meterstab. Und Herr Merz versprach uns als Belohnung ein Eis. Es hat uns allen ganz viel Spaß gemacht, wir wissen jetzt, was ein Denkmal ist und dass man es besonders schützen sollte.

Projektbeteiligte

  • Die Schüler der Klasse 4a
  • Frau von Clausbruch, Klassenlehrerin
  • Frau Kallenbach, Ingenieurin
  • Herr Stegmüller
  • Herr Lauffer, Zimmermann
  • Herr Koch
  • Herr Schöck
  • Herr Merz

Resümee

Das Beispiel der Sonnenbergschule zeigt in herausragender Weise, wie Denkmalpflege, Ökonomie und Ökologie zu einem festen Bestandteil des Grundschulunterrichtes werden können.