Geschichte, Auftrag, Struktur

Projektbericht Grundschule Diedesheim

Schule und Schreiben früher

Als Einstieg in die Thematik nutzten wir einen Vorschlag des aktuellen Sprachbuches: Die Kinder sollten ihre Eltern und Großeltern zu deren Schulzeit interviewen. So brachten einige Kinder neben spannenden und lustigen Geschichten auch Schreibmaterialien von anno dazumal mit. Deren Erprobung löste große Begeisterung aus. Die Entwicklung der Schrift, des Schreibens und der Druckkunst rundete die Vorbereitung unseres ersten Ausfluges ab.

In der Druckwerkstatt

Am 29. März besuchten die Klassen die Druckwerkstatt in Mosbach. Hier lernten die Kinder nicht nur die verschiedenen Drucktechniken kennen, sondern durften auch selbst aktiv werden. Eine besonders große Herausforderung war dabei das spiegelverkehrte Setzen der einzelnen Lettern.

Was ist Denkmalschutz?

Zwei Wochen später behandelten die Kinder die Frage, welche Dinge und Objekte ihnen besonders schützenswert erscheinen. Neben Bildern brachten sie auch Freundschaftsketten und Kuscheltiere mit in den Unterricht. Herr Keller, der die Klassen das erste Mal besuchte, hatte nun die Aufgabe, gemeinsam mit den Kindern die Kriterien für Denkmalschutz heraus zu arbeiten. Mit unglaublich großem Eifer wurden die mitgebrachten Gegenstände und Bilder nach den gefundenen Kriterien sortiert und das Ergebnis schriftlich festgehalten.

Unser Schulhaus- ein denkmalgeschütztes Gebäude

Bei seinem zweiten Besuch führte Herr Keller die Kinder in die Grundlagen der Baustilkunde ein. Mit diesem Wissen gerüstet, erkundeten sie das eigene denkmalgeschützte Schulgebäude. Viele sonst unbeachtete Details wurden entdeckt und das Bogenfries zeichnerisch aufgenommen. Dies galt es mit Ton nachzutöpfern. Eine große Herausforderung waren dabei die unterschiedlichen Ebenen des Frieses. Aber auch diese Aufgabe meisterten die Schüler und so entstand schließlich aus allen Kacheln zusammen ein Bogenfries im Klassenzimmer.

Besuch des Heimatmuseums in Obrigheim

Unser nächster Projekttag führte uns in das Heimatmuseum Obrigheim. Neben den Ausstellungsstücken zur Landwirtschaft, dem Handwerk und dem Wohnen lag das Hauptaugenmerk unseres Besuches auf der Besichtigung eines alten Klassenzimmers. Die Pulte, Schulranzen und Schriftstücke in Sütterlin lösten dabei großes Erstaunen aus. Beim abschließenden Betrachten des Museumsgebäudes von außen entdeckten die Schüler zahlreiche Details aus der Baustilkunde wieder.

Der Geoweg für Kinder

Den Projektabschluss bildete ein gemeinsamer Besuch des Tempelhauses und des Kellereigebäudes in Neckarelz. Die Schüler verabschiedeten sich nur ungern von „ihrem“ Architekten und bedankten sich ganz herzlich für seine Mühe während des Projektes.

Projektbeteiligte

  • Die Schüler der Klassen 4a und 4b der Grundschule Diedesheim
  • Frau Wennemann, Klassenlehrerin 4a
  • Frau Thomer, Klassenlehrerin 4b
  • Dipl.-Ing. Horst Keller, freier Architekt
  • Herr Wagenbach, Führung Heimatmuseum Obrigheim
  • Herr Uhl, Führung Tempelhaus