Geschichte, Auftrag, Struktur

Projektbericht Lörrach

Zwischen März und April 2010 beteiligte sich die Klasse 3a der Hebelschule in Lörrach im Rahmen einer Projektwoche an der Aktion „Denkmalschutz und Schule – Grundschüler erleben Denkmale“. Zusammen mit Architekt Albert Gothe aus Malburg-Marzell besuchte sie dabei die Burg Rötteln bei Lörrach. Auf schulischer Seite wurde das Projekt von der Konrektorin Sonja Eiche begleitet.

Besichtigung der Burg

Den Projektauftakt bildete die Besichtigung der Burg Rötteln, einer der größten und besterhaltenen Burgruinen in Südbaden aus dem 13. Jahrhundert. Hier wurde die Klasse zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt, die nacheinander das gleiche Programm durchliefen. Der einen Gruppe erläuterte Herr Gothe die Bauweise der Burg, die Lebensweise der Burgbewohner und die Handwerksmethoden der Menschen früher. Durch genaues Hinschauen konnten die Kinder Unterschiede entdecken im Umgang mit der historischen Bausubstanz. Während die Denkmalpflege nach der Wiederentdeckung der Burg im Zeitalter der Romantik oft noch rekonstruiert hat, bevorzugt sie es heute, das Original nicht mehr zu verändern, sondern behutsam zu bewahren.  Bei der Erläuterung standen Herrn Gothe kindgerechte Schautafeln aus dem Besitz der Staatlichen Schlösserverwaltung zur Verfügung. Zur gleichen Zeit nahm die zweite Gruppe an einem erlebnispädagogischen Programm teil, in dessen Verlauf sie Anektoden zur Burggeschichte lauschte und sich im Bogenschießen versuchte. So erfuhr sie, dass die Hexe von Binzen bei der Einnahme der Burg durch die Franzosen im 18. Jahrhundert die Eroberer unterstützt haben soll.

Nachbau einer Burganlage aus Stein

Zurück in der Schule nahmen die Kinder ein eigenes Bauprojekt in Angriff. Herr Gothe besorgte unregelmäßige Steine, so wie sie früher verwendet wurden. Nach dem Vorbild der Burg Rötteln ging es ans Aufsetzen, wobei allerdings "moderner" Mörtel verwendet wurde. Sorgfältig achteten die Kinder darauf, welche Steine aufeinander passten. Unter Anleitung von Herrn Gothe entstanden so zunächst 4 kleine "Türmchen", dazwischen jeweils ein Mäuerchen, das als Sitzgelegenheit genutzt werden kann.

Resümee

Neben viel Spaß haben die Kinder bei diesem handlungsorientierten Projekt auch viel gelernt - über die Burg Rötteln, über Lebensweise und Handwerk der Menschen früher und über die Bedeutung der Erhaltung von Denkmalen. Dass sich auch die Methodik der Denkmalpflegerische gewandelt hat, war eine weitere wichtige Erkenntnis.

Projektbeteiligte

  • die Kinder der Klasse 3 a der Hebelschule in Lörrach
  • Albert Gothe, Architekt aus Malsburg-Marzell
  • Sonja Eiche, Lehrerin