Geschichte, Auftrag, Struktur

Projektbericht Altvogtsburg

Rahmenbedingungen

Im Rahmen des Unterrichtsfaches „Mensch, Natur und Kultur“ (MNK) der Klasse 3a der Eugen-Biser-Schule in Oberbergen beteiligten sich 31 Kinder aus den Ortsteilen Achkarren, Altvogtsburg, Oberbergen und Schelingen unter Anleitung der Klassenlehrerin Brigitte Pfaff an der Aktion „Denkmalschutz und Schule – Grundschüler erleben Denkmale“. Unterstützung erfuhr das Projekt durch Architekt Hans-Jürgen Treppe aus Freiburg und die Theologin Andrea Ludwig. Im Zentrum des Projektes stand die Romanus Kirche in Altvogtsburg. Sie bot sich für das Projekt insofern an, als sie 2008 nach erfolgter Restaurierung wieder eröffnet wurde und den Kindern bekannt ist. Sie ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung und wird in den Sommermonaten regelmäßig für Gottesdienste genutzt.

 

Ziele

Die Kinder setzten sich im Rahmen des Projektes mit ihrer Heimat auseinander, lernten sie besser kennen und entwickelten in der Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe ihrer näheren Umgebung eigene Vorstellungen für ihren Lebensraum. Darüber hinaus war es Ziel, eine gewisse Methodenkompetenz für das selbständige Erarbeiten von Wissen zu vermitteln und durch die Arbeit in Gruppen die Personal- und Sozialkompetenz der Kinder zu fördern.

 

 

Stadtrundgang, Denkmalschutz und Architekturgeschichte

Nach einer Einführungsphase, die sich zunächst mit den unmittelbaren Stadtteilen befasste und der Frage nachging, was ein Denkmal ist, besichtigte die Klasse die denkmalgeschützte Altstadt von Burkheim. Unter der fachkundigen Führung des ehemaligen Ortsvorstehers Herr Trogus erfuhren die Kinder, was den Stadtkern besonders macht, was Denkmalschutz bedeuten kann und worauf dabei zu achten ist. Bei der anschließenden Nachbereitung im Unterricht erläuterte Herr Treppe die Grundlagen der Architekturgeschichte und die Gestaltungselemente von Kirchen.

 

Kirchenrallye in Altvogsburg

In einer Kirchenrallye erkundete die Klasse dann die St. Romanus Kirche in Altvogtsburg. Dabei näherten sie sich an Hand von Fragen den Besonderheiten des Bauwerks. Viele Fragen, die dabei aufgeworfen wurden, wurden im Unterricht wieder aufgegriffen und mit Unterstützung von Frau Ludwig beantwortet.

Ausstellung

In der letzten Projektphase bearbeiteten die Kinder in Kleingruppen unterschiedliche Ausstellungsplakate zur Geschichte der Romanuskirche, dem Kirchturm und seiner Glocke, der Kanzel und den Kirchenbänken, den Wandmalereien und den Konsequenzen des Denkmalschutzes für das Gebäude. Zudem erarbeiteten sie aus vorgegebenen Informationen einen Vortrag. Die Ergebnisse wurden am Tag der offenen Tür der Eugen-Biser-Schule am 16. Mai 2010 erfolgreich präsentiert und fanden große Anerkennung.

Resümee

Die Kinder waren sehr interessiert am Thema und arbeiteten mit großer Begeisterung mit. Am Projektende verwendeten sie die erlernten Fachbegriffe sicher und diskutierten engagiert vor allem zum Thema „Denkmalschutz“. Sie konnten in ihren jeweiligen Gruppen die gesteckten Ziele zum größten Teil selbstständig erreichen und brauchten nur geringfügige Korrekturen. Auch Konflikte innerhalb einzelner Gruppen lösten sie eigenständig. Das Projekt wurde bei den Kaiserstuhltagen am 17. und 18. Juli 2010 in Burkheim den Besuchern präsentiert.

Projektbeteiligte

  • Die Schüler der Klasse 3a der Eugen-Biser-Schule in Oberbergen
  • Hans-Jürgen Treppe, Architekt aus Freiburg
  • Brigitte Pfaff, Lehrerin
  • Andrea Ludwig, Theologin