Denkmale

Ehrenstein: Welterbestätte DE-BW-21

Gemeinde Blaustein-Ehrenstein, Alb-Donau-Kreis

Fundstelle Ehrenstein.
Fundstelle Ehrenstein.

Die Fundstelle

Ehrenstein liegt nordwestlich von Ulm im Tal des Flüsschens Blau, südsüdöstlich der Ortschaft Ehrenstein. 1952 wurde die Fundstelle entdeckt und noch im gleichen Jahr durch O. Paret untersucht. 1960 folgte eine weitere Grabung durch H. Zürn vom Staatlichen Amt für Denkmalpflege Stuttgart. Ehrenstein gehört zu den am besten erhaltenen Feuchtbodensiedlungen in Südwestdeutschland. Die Fundstelle spielt eine Schlüsselrolle zum Verständnis der „Schussenrieder Kultur“. Die forschungsgeschichtlich wichtige Fundstelle hat noch großes Potential für künftige Forschungen. Sie ist die einzige Fundstelle der „Schussenrieder Kultur“ auf der Liste und eines der wenigen Beispiele für einen Pfahlbau in einem Flusstal. Die Fundstelle weist eine dicke Kulturschicht mit mindestens fünf sich innerhalb von hundert Jahren folgenden Bauphasen mit kompletten Hausplätzen, Feuerstellen und Öfen auf.

Doppelt durchlochte und verzierte Scheibe aus Kalkstein
Doppelt durchlochte und verzierte Scheibe aus Kalkstein; in Ehrenstein wurden rund 20 solcher Kalksteinscheiben in unterschiedlichen Stadien der Fertigung geborgen.
Freigelegter Hausboden, 1960.
Freigelegter Hausboden, 1960.

Schutz der Welterbestätte

Die Fundstelle ist durch eine Lehmschicht abgedeckt. Der Grundwasserpegel ist bedingt durch den Flussarm der Blau stabil.

Zeitstellung Neolithikum
Daten Dendrodatum: 3955 v. Chr.
Fläche Kernzone 1,30 ha
mit Pufferzone: 3,70 ha