Pfahlbauten um die Alpen – Pfahlbauten in Baden-Württemberg
Einzigartiges Kulturerbe
Die jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Pfahlbausiedlungen des Alpenvorlandes gehören aufgrund hervorragender Erhaltungsbedingungen unter Wasser zu den herausragenden archäologischen Fundstätten Europas. Seit mehr als 150 Jahren kommen sensationelle Funde ans Tageslicht. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit und ihrer besonderen Bedeutung für die frühe Geschichte der Menschheit wurden die Pfahlbauten um die Alpen im Rahmen einer internationalen Kandidatur in die Liste der Welterbestätten aufgenommen.
Rund um die Alpen, in den Seen und Mooren der Schweiz, Ostfrankreichs, Oberitaliens, Sloweniens, Österreichs und Bayerns sind insgesamt etwa 900 Pfahlbaufundstellen registriert. Südwestdeutschland hat mit etwa 120 bekannten Siedlungsplätzen einen bedeutenden Anteil am Phänomen. Sie liegen in der Flachwasserzone des Bodensees, aber auch in den Verlandungsgebieten des Federsees und in weiteren Kleinseen und Mooren Oberschwabens. Das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg erkundet und betreut das besondere Kulturerbe unter Wasser und führt Projekte zur Rettung und Erforschung bedrohter Fundstätten durch. Seit den 1970er-Jahren ist die besondere Bedeutung der Pfahlbauten für die frühe Geschichte Europas durch moderne naturwissenschaftlich-archäologische Untersuchungen in zunehmendem Maß deutlich geworden. Im Verbund mit Universitäten und Museen haben die Denkmalbehörden der Alpenländer zahlreiche Ausgrabungen und Forschungsprojekte durchgeführt, so auch in Baden-Württemberg. Die UNESCO-Nomination und das nun erforderliche Management der Pfahlbaufundstätten wird in Zukunft die internationale Kooperation von Denkmalpflege und Forschung weiter voranbringen.
UNESCO-Welterbe
Ansprechperson
Keltische Machtzentren der frühen Eisenzeit nordwestlich der Alpen
Dienstsitz Esslingen
73728 Esslingen am Neckar
Referat: 82

