Denkmale

Projekte zur praxisorientierten Vertiefung des Denkmalwissens: Teilprojekt Qualifizierung der Denkmallisten im Neckar-Odenwald-Kreis

Denkmalreicher Neckar-Odenwald-Kreis

Sogenannte Schwanenwirtkapelle in Osterburken von 1917, davor ein Bildstock von 1751 mit Dreifaltigkeit und Marienkrönung
Sogenannte Schwanenwirtkapelle in Osterburken von 1917, davor ein Bildstock von 1751 mit Dreifaltigkeit und Marienkrönung

Der Neckar-Odenwald-Kreis ist reich an Denkmalen von hoher Qualität und überregionaler Bedeutung. Nicht nur die Römer haben gewichtige Zeugnisse ihrer Kultur und Baukunst hinterlassen, auch Mittelalter, Renaissance und Barock brachten beeindruckende Siedlungen, Kirchen, Schlösser, Rathäuser und Wohngebäude hervor, die in ungewöhnlicher Dichte überliefert sind. Die starke konfessionelle Prägung äußert sich in einem unvergleichlichen Bestand von Bildstöcken und Heiligendarstellungen, die der Region den Namen „Madonnenländchen“ eingetragen haben. Die staatliche Denkmalpflege hat sich von Anfang an um den anspruchsvollen Bestand bemüht. Nach Erlass des Denkmalschutzgesetzes Baden-Württemberg 1971 wurde der Neckar-Odenwald-Kreis als erster Kreis im Regierungsbezirk Karlsruhe einer systematischen Denkmalerfassung unterzogen.

Das Rathaus in Adelsheim-Sennfeld
Das Rathaus in Adelsheim-Sennfeld

Projekt zur Qualifizierung der Denkmallisten

Inzwischen sind die Denkmallisten in die Jahre gekommen. Gleichzeitig ist der Bestand gerade in den ländlich geprägten Gebieten vermehrt von Leerstand und Verfall bedroht. Die Aktualisierung und praxisorientierte Vertiefung des Denkmalwissens soll dazu beitragen, für die hochwertigen Kulturdenkmale des Neckar-Odenwald-Kreises zu werben und sie für eine denkmalgerechte Weiternutzung zu empfehlen.

Grünkerndarren in Walldürn-Altheim
Grünkerndarren in Walldürn-Altheim

Seit Januar 2015 werden in einem dreijährigen Projekt die Denkmalverzeichnisse des Kreises schwerpunktmäßig überarbeitet. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter in Karlsruhe befasst sich als Kunst- und Architekturhistoriker zusammen mit einer Assistenzkraft mit der Aktualisierung der Denkmallisten nach heute gültigen Methoden und Kriterien der Inventarisation. Am Anfang steht eine Sichtung des Bestands vor Ort, einschließlich einer knappen Dokumentation mittels Fotografien und heimatkundlichen Recherchen. Die Auswertung der Materialien und die Neufassung der Liste erfolgen in der Dienststelle Karlsruhe. Die Ergebnisse werden in die Denkmaldatenbank ADABweb eingearbeitet. Vor Beginn der Bearbeitung werden die Gemeinden durch Gespräche mit dem Bürgermeisteramt und den Ortsvorstehern eingebunden und um Unterstützung gebeten.

 

Das Projekt ist ein Baustein des Gesamtprojekts Praxisorientierte Vertiefung des Denkmalwissens:

 

Zur Projektseite des Gesamtprojekts Praxisorientierte Vertiefung des Denkmalwissens

Projektverantwortliche

Dr. Melanie Mertens
Landesamt für Denkmalpflege
Moltkestraße 74
76133 Karlsruhe
melanie.mertens(at)rps.bwl.de
+49 (0721) 92 64 85 9

Projektbearbeiter

Dr. Roland Feitenhansl
Landesamt für Denkmalpflege
Moltkestraße 74
76133 Karlsruhe
roland.feitenhansl(at)rps.bwl.de
+49 (0721) 92 64 86 5