Denkmale

Neues DFG-Langfristprojekt

Erforschung der Beziehungen zwischen Zentralort und Umland

Die DFG hat 2014 ein auf zwölf Jahre Laufzeit konzipiertes Langfristprojekt eingerichtet, das sich der Untersuchung des weiteren Umfeldes der Heuneburg und der Frage nach den wirtschaftlichen, sozialen, verkehrsgeographischen und rituellen Beziehungen zwischen Zentralort und Umland widmen soll. Eines der wesentlichen Ziele des Langfristvorhabens stellt daher die Erforschung der Entwicklung der regionalen ländlichen Siedlungsstrukturen (offene Hofstellen, Weiler, Dörfer) während der Hallstatt- und Frühlatènezeit dar. Dazu werden systematische Feldbegehungen, großflächige geophysikalische Prospektionen und gezielte Ausgrabungen ländlicher Siedlungen in zwei Geländekorridoren („Transekte“), die unterschiedliche Naturräume abdecken, durchgeführt.

Ausweitung der Forschung auf weitere Höhensiedlungen

Bisher unerforscht ist auch die Relation der weiteren bekannten (befestigten) Höhensiedlungen (z. B. Alte Burg bei Langenenslingen, Große Heuneburg bei Zwiefalten-Upflamör, Bussen bei Uttenweiler-Offingen), und zwar einerseits zu ihrem jeweiligen kleinregionalen Umland, andererseits zur Heuneburg. Jüngste Entdeckungen deuten darauf hin, dass die in der Hallstattzeit errichteten monumentalen Befestigungen und Riesengrabhügel die rituelle Landschaft nachhaltig bis in die Früh- und Mittellatènezeit prägten. Schließlich besteht auch hinsichtlich der riesigen Außensiedlung noch dringender Forschungsbedarf, denn nur durch die systematische Untersuchung von besonders gut erhaltenen Arealen können verlässliche Rückschlüsse über ihre innere Struktur und über die zeitliche Abfolge der Baubefunde gewonnen werden.