Denkmale

Fürstensitze

Auf einem Geländesporn an der Donau wurde Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. ein frühkeltischer Fürstensitz errichtet - die Heuneburg. Teile des ca. 3 ha großen Areals wurden seit 1950 intensiv erforscht. Das Areal war von Anfang an mit einer Mauer befestigt, die ähnlich wie die Burgsiedlung mehrfach umgebaut wurde. Nach einem Brand um 400 v. Chr. wurden Mauer und Siedlung nicht, wie bei ähnlichen Ereignissen zuvor, wieder aufgebaut. Einmalig für Mitteleuropa war die noch in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. auf einem Steinsockel errichtete Mauer aus luftgetrockneten Lehmziegeln, die von der traditionellen mitteleuropäischen Mauerbauweise aus Stein und Holz abwich und von Kontakten der Herren der Heuneburg mit dem griechisch-etruskischen Raum am Mittelmeer zeugt. Seit 2001 ist auf der Heuneburg ein Freilichtmuseum für Besucher eingerichtet.