Denkmale

75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs

Bauliche Zeugnisse verschwinden

Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren dessen Auswirkungen auf die gebaute Umwelt noch allgegenwärtig – sei es in Gestalt von stehen gebliebenen militärischen und anderen kriegsbedingten Gebäuden, sei es als Ruinen. Heute, nach 75 Jahren, sind dagegen nur noch wenige solcher Zeugnisse des Krieges vorhanden.

Umnutzung hat viele Gebäude bewahrt

Ehemalige Lazarettgebäude, Flüchtlingsheime oder Luftschutzräume verdanken ihre Bewahrung dabei meist einer späteren Nutzung zu Wohnzwecken, während Bunker oft schon deshalb erhalten blieben und weiter genutzt wurden, weil ihre Beseitigung zu aufwändig gewesen wäre. Andere Relikte des Krieges wie Trümmerberge oder die aus dem Schutt geborgenen Bauteile und Skulpturen des Stuttgarter Lapidariums fungieren heute gleichermaßen als Sehenswürdigkeiten wie als Mahnmale, ebenso wie Denkmale für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, die nach 1945 um die Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs ergänzt wurden.

Bauliche Zeugnisse wollen vermittelt werden

Viele solcher Monumente sind heute Kulturdenkmale – wenn auch oft wenig geschätzte. Letztlich sind aber auch Zeugnisse des Krieges und der Zeit des Nationalsozialismus schützenswerte geschichtliche Dokumente, die dazu beitragen können, unsere Vergangenheit zu verstehen und aus ihr zu lernen. Hierfür genügt es allerdings nicht, sie zu erhalten. Vielmehr bedürfen sie in besonderem Maße einer Erklärung ihrer Entstehung, ihrer Wirkung und ihrer historischen Bedeutung.