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Staatssekretär Richard Drautz besucht im Rahmen seiner Denkmalreise Kusterdingen-Mähringen, Bodelshausen und Rottenburg
03.09.09 Von: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
Im Rahmen seiner Denkmalreise durch das ganze Land besichtigte Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, heute ein Kleinbauernhaus in Kusterdingen-Mähringen, ein spätmittelalterliches Fachwerkhaus in Bodelshausen und eine Rettungsgrabung in Rottenburg. „Es ist interessant für mich, vor Ort zu sehen, wie die vom Wirtschaftsministerium bewilligten Mittel der Denkmalpflege für Kulturdenkmale im Land eingesetzt werden und welches Engagement hinter einer Grabung und der Erhaltung, Sanierung und Nutzung von Kulturdenkmalen stecken“, so der Staatssekretär.
Das Kleinbauernhaus aus Fachwerk in Kusterdingen-Mähringen wird derzeit als Mietwohnhaus grundlegend denkmalgerecht saniert. Es zeichnet sich durch seine gut überlieferte historische Ausstattung aus und hat Eingang in die Fachliteratur zum ländlichen Hausbau gefunden. Das wertvolle Kulturdenkmal stand jahrzehntelang leer und war schwer geschädigt. 2007 wurde es von einer privaten Eigentümerin mit dem Ziel erworben, es in seiner wertvollen Substanz zu erhalten und für heutige Wohnansprüche denkmalgerecht zu sanieren. Die Reparaturarbeiten am hölzernen Tragwerk sowie die Neuausfachung aus Lehmsteinen und die Neueindeckung des Daches mit historischen Handstrich-Biberschwanzziegeln sind weitgehend abgeschlossen. Die Restaurierung der wertvollen Innenausstattung ist begonnen. Das Wirtschaftsministerium hat für die Sanierung 50.000 Euro aus Mitteln des Denkmalförderprogramms zur Verfügung gestellt.
Richard Drautz betonte, dass die Gemeinde Kusterdingen seit 1986 auch in den Programmen der städtebaulichen Erneuerung vertreten ist. Mit insgesamt rund 3,29 Millionen Euro wurden dort Projekte der städtebaulichen Erneuerung gefördert.
Das repräsentative spätmittelalterliche Fachwerkhaus in Bodelshausen wird in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege saniert. Das Gebäude, in dem aus Zwischenböden und Ausfachungen sowie aus dem Kellerboden archäologische Funde gesichert wurden, wird bereits teilweise bewohnt.
Auch die Gemeinde Bodelshausen ist seit 1977 in den Programmen der städtebaulichen Erneuerung vertreten. Mit insgesamt rund 4,15 Millionen förderte das Wirtschaftsministerium Projekte der städtebaulichen Erneuerung.
Auf dem Areal des Bischöflichen Ordinariats in Rottenburg wurde der Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes notwendig. Dafür waren im Vorfeld umfangreiche Ausgrabungen erforderlich, da nachweislich archäologische Kulturdenkmale betroffen waren. Das Untersuchungsgebiet befindet sind am Rand der mittelalterlichen Stadt und umfasst neben Überresten der römischen Bebauung und der mittelalterlichen Befestigung vor allem die Fundamente der barocken Josephkirche, die als Teil des ehemaligen Jesuitenkollegs nach Aufhebung des Ordens 1790 auf Abbruch verkauft wurde. Das Projekt ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass eine frühzeitige Beteiligung der archäologischen Denkmalpflege erforderlich und sinnvoll ist um eine tragfähige Vereinbarung über strittige Punkte sowie über die Zeit- und Finanzplanung mit den Investoren abschließen zu können. Die Ausgrabung hat bereits jetzt wichtige Ergebnisse geliefert, die bei der Besichtigung erklärt wurden.
Die Stadt Rottenburg ist ebenfalls seit 1979 in den Programmen der städtebaulichen Erneuerung vertreten. Bisher wurden vom Wirtschaftsministerium rund 22,6 Millionen Euro für Projekte der städtebaulichen Erneuerung zur Verfügung gestellt.
„Denkmalschutz und Denkmalpflege können mit dem Erhalt des Bestehenden kulturelle und soziale Identität stützen, nachhaltige Entwicklungen fördern und städtebauliche Initiativen anstoßen“, so der Staatssekretär.
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