Fernsehinterview an einem archäologischen Ausgrabungsort

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Neues Forschungsprojekt zur Untersuchung der jungsteinzeitlichen Besiedlungsgeschichte im westlichen Bodenseegebiet

Präsentation zum Projektauftakt am 21. November 2011 in Gaienhofen-Hemmenhofen

16.11.11 Von: Regierungspräsidium Stuttgart, Pressestelle

 

 

Im Sommer 2011 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart ein neues Forschungsprojekt zur Untersuchung jungsteinzeitliche Besiedlungsgeschichte im westlichen Bodenseegebiet bewilligt. Das Landesamt für Denkmalpflege und die Kreisarchäologie des Landkreises Konstanz laden daher zu einem Informations- und Pressetermin am Montag, dem 21. November 2011, ab 14.30 Uhr, zu diesem Projekt in den Räumlichkeiten der Feuchtbodenarchäologie in Hemmenhofen, Fischersteig 9, ein. Dr. Jörg Bofinger und Prof. Dr. Manfred Rösch vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald stellen dabei das Projekt im Einzelnen vor und beantworten Fragen dazu.

 

Dank jahrelanger intensiver Geländetätigkeit der Feuchtbodenarchäologie, einer hoch spezialisierte Arbeitsstelle des Landesamts für Denkmalpflege in Gaienhofen-Hemmenhofen und der Kreisarchäologie des Landkreises Konstanz, sind mittlerweile rund 160 Siedlungspunkte und Grabfunde aus der Jungsteinzeit in diesem Raum bekannt und bieten für siedlungshistorische Fragestellungen eine aussagekräftige Ausgangssituation. Seit Oktober 2011 forschen nun Archäologen und Archäobotaniker des Landesamts für Denkmalpflege im Rahmen des neu von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligten Projekts mit dem Titel „Archäologische und vegetationsgeschichtliche Untersuchungen zur neolithischen Besiedlungsgeschichte im Hegau und am westlichen Bodensee im diachronen Vergleich“. Dabei geht es darum, den Verlauf der jungsteinzeitlichen Besiedlung während der Jungsteinzeit, also der Epoche der frühesten Bauern und Viehzüchter zwischen 5500 – ca. 2000 v. Chr., in der „Siedlungskammer Hegau“ und am Seeuferstreifen des westlichen Bodensees zu untersuchen. Mit archäologischen und vegetationsgeschichtlichen Methoden werden alle bekannten Fundstellen aus diesem Zeitraum erfasst und in einem detaillierten Vergleich beide Naturräume einander gegenüber gestellt. Auf diese Weise wird dem spannenden Unterschied in den Besiedlungsmustern (Seeufersiedlungen/Pfahlbauten vs. Dorfanlagen auf mineralischen Böden) nachgegangen und es wird insbesondere die Frage untersucht, ob die Feuchtbodenbesiedlung nur aufgrund der Erhaltungsbedingungen oder auch wirtschafts- und kulturgeschichtlich ein Sonderfall ist. Als Ergebnis des Projektes werden detaillierte räumlich und zeitlich differenzierte Modelle der neolithischen Landnutzung erarbeitet werden.

 

Konkrete Informationen zu diesem Projekt auf der Internetseite der DFG.  

Weitere Projektinformationen...

 

Hinweis für die Pressevertreter

Für Rückfragen steht Ihnen als Ansprechpartner Dr. Clemens Homoth-Kuhs, Pressereferent, unter der Telefonnummer 0711/904-10002 gerne zur Verfügung. Der Termin ist in erster Linie als Pressetermin gedacht. Für eine Rückmeldung im Falle Ihrer Teilnahme wären wir Ihnen dankbar.