Fernsehinterview an einem archäologischen Ausgrabungsort

Pressemitteilung

Presseeinladung zur Vorstellung wichtiger Neuentdeckungen bei der römischen Villa von Hechingen

10.08.11 Von: Regierungspräsidium Stuttgart, Pressestelle

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Fördervereins zur Erforschung und Erhaltung der Kulturdenkmale in Stein e.V., Träger des Freilichtmuseums, und des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart sowie des Referates Denkmalpflege im Regierungspräsidium Tübingen laden wir Sie herzlich zu einer Presseführung ein, und zwar

 

am Dienstag, dem 16. August 2011, um 11.00 Uhr

im Freilichtmuseum Hechingen-Stein (Treffpunkt Kiosk am Eingang).

 

Die Villa von Hechingen-Stein ist eine der bedeutendsten römischen Villenanlagen in Baden-Württemberg. Die teilrestaurierte Anlage hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem überregional bekannten Freilichtmuseum entwickelt, in dem der interessierte Laie das antike Leben in einer repräsentativen Villa auf dem Lande anschaulich erleben kann. Daneben finden aber auch neue Ausgrabungen statt, da die Villenanlage noch längst nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben hat, wie die Entdeckung ein bis dahin unbekannten römischen Gebäudes durch Gerd Schollian, den Vorsitzenden des Fördervereins zur Erforschung und Erhaltung der Kulturdenkmale in Hechingen-Stein, im letzten Winter zeigt. Die auf die Entdeckung folgenden Untersuchungen des Landesamtes für Denkmalpflege ergaben, dass hier eine nicht nur für die Geschichte der Anlage wichtige Neuentdeckung gelungen ist.

 

Nach einem Grußwort von Gerd Schollian wird Dr. Klaus Kortüm, Fachbereichleiter am Landesamt für Denkmalpflege, über die Grabungsfläche führen und die Neuentdeckungen der Öffentlichkeit erläutern. Das Highlight ist eine Wand des römischen Gebäudes, die als ganzes umgeklappt ist und nun flachliegend unter dem Waldboden ruht. Dank dieser sensationellen Erhaltung kann man die Höhe des Gebäudes von mindestens 16 Meter rekonstruieren. Auffallend ist zudem die ungewöhnlich reiche architektonische Gliederung der Fassade. Allein in dem bisher freigelegten, circa sechs auf sechs Meter großen Teilbereich der umgestürzten Wand sind mehrere Bogenfenster erkennbar.

 

Der wichtige archäologische Befund wurde mit Hilfe einer neuen, dreidimensionalen Technik dokumentiert, die sowohl für die Bauanalyse wie für Rekonstruktion eine bisher nicht erreichbare Genauigkeit bietet. Das Verfahren und erste Ergebnisse werden von einem Spezialisten vor Ort erläutert. Der glückliche Fund von Hechingen ist ein außergewöhnlicher und wichtiger Beitrag zur Kenntnis der dritten Dimension römischer Profanbauten in der Provinz, über die wir aus antiken Darstellungen oder der sonstigen Überlieferung so gut wie nichts wissen.

 

Das Verfahren und erste Ergebnisse werden von einem Spezialisten vor Ort erläutert. Über Ihre Teilnahme und Berichterstattung würde ich mich freuen. Auch die Entsendung eines Fotografen ist empfehlenswert.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Peter Zaar

 

Weiterführende Infos

Projektbericht auf der Internetseite der Landesdenkmalpflege

Freilichtmuseum Hechingen-Stein