Fernsehinterview an einem archäologischen Ausgrabungsort

Pressemitteilung

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung "Archäologischer Schnitt" im Goldbergmuseum

Ausstellung zeigt Funde der Grabungen der EPS-Trasse im Nördlinger Ries.

10.05.11 Von: Regierungspräsidium Stuttgart, Pressestelle und Stadt Riesbürg

 

 

 

„Archäologischer Schnitt durch Landschaft und Zeit im Ries“: Unter diesem Titel startet im Goldbergmuseum Riesbürg-Goldburghausen in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart eine Sonderausstellung über die Funde, die bei dem Bau der Trasse der Ethylen-Pipeline Süd (EPS) 2009 im Nördlinger Ries entdeckt wurden. Am Sonntag, dem 15. Mai 2011 um 15 Uhr, findet dort die Eröffnung der Ausstellung mit Dr. Jörg Bofinger, Leiter des Referats Archäologische Denkmalpflege beim Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, und Bürgermeister Günther Neumeister im Rahmen des Internationalen Museumstags statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist dazu eingeladen.

Lineare Großprojekte wie der Bau von Bahnlinien, Straßen oder Pipelines bedeuten beträchtliche Einschnitte in einzigartige Kulturlandschaften. Für die schweren Baumaschinen muss eine stellenweise bis zu 20 Meter breite Schneise als Arbeitsstreifen durch die Landschaft gezogen werden. In der Regel lässt sich die Zerstörung von Bodendenkmalen bei linearen Großprojekten nicht vermeiden Die archäologische Überwachung von solchen Baumaßnahmen ist somit unerlässlich. Durch den Aufschluss einer Leitungs- oder Straßentrasse über viele Kilometer hinweg bietet sich die Gelegenheit ungefilterte Aufschlüsse und Einblicke in eine Siedlungslandschaft zu erhalten. Die Ethylen-Pipeline Süd (EPS), verläuft von Münchsmünster in Bayern durch Baden-Württemberg nach Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz. Die Trasse der EPS läuft im Nördlinger Ries unweit von Goldburghausen von der Landesgrenze nach Bayern in Richtung Kirchheim am Ries. Einige der 2009 dort geborgenen Fundestücke werden in dieser Sonderausstellung erstmalig gezeigt.

Auf vorbildliche Weise stellt das 1983 gegründete Goldbergmuseum anhand zahlreicher Funde und Rekonstruktionen die Geschichte der - in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum begehenden - Ausgrabungen auf dem angrenzenden Goldberg und dessen prähistorische Besiedlung, konkret die verschiedenen jungsteinzeitlichen und eisenzeitlichen Siedlungsphasen, eindrucksvoll vor. Geöffnet ist das Museum immer sonntags von 14 bis 17 Uhr und für Gruppen nach Vereinbarung.

Ergänzende Informationen finden Sie auf der  Internetseite des Goldbergmuseum oder im  Veranstaltungskalender der Landesdenkmalpflege.

Hinweise für die Pressevertreter

Am Sonntag, 15. Mai 2011, sind Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung eingeladen. Dr. Jörg Bofinger, Bürgermeister Günther Neumeister und Museumsleiterin Waltraud Weiß stehen Ihnen dort gern auch als Gesprächspartner zur Verfügung.

Für Rückfragen stehen Ihnen als Ansprechpartner

Dr. Clemens Homoth-Kuhs, Regierungspräsidium Stuttgart, 0711/904-10002, und Waltraud Weiß, Goldbergmuseum, 09081/79685, zur Verfügung.