Geschichte, Auftrag, Struktur

Wegweiser im Umgang mit dem Denkmal

„Hilfe - das Haus ist ein Denkmal!”

...So hat wohl mancher Eigentümer, Erbe oder potenzielle Käufer eines Kulturdenkmales schon mal reagiert. Da hat man gerade das nette alte Fachwerkhaus von Opa geerbt oder sich in das zwar etwas desolate aber üppige Anwesen im Grünen verguckt und schnell entschlossen gekauft, will nun frisch ans Werk gehen – sanieren, ausbauen oder einfach schlicht den Farbanstrich erneuern – plötzlich heißt es: „Halt, dies ist ein Kulturdenkmal!”.

Karikatur: „Wer hilft?“
Karikatur: „Wer hilft?“
Vorher: Ein Wohnspeicher in Bonlanden - in desolatem Zustand.
Vorher: Ein Wohnspeicher in Bonlanden - in desolatem Zustand.
Nachher: Der Wohnspeicher nach der Instandsetzung.
Nachher: Der Wohnspeicher nach der Instandsetzung.

Es gibt auch den Fall dass man von seinem Glück, Kulturdenkmalbesitzer zu sein, vorher noch gar nichts wusste. Oder, man hat mit den Baumaßnahmen schon begonnen, da taucht „aus heiterem Himmel” die Bau- und Denkmalschutzbehörde auf.

Vielleicht ist man auch Liebhaber, der mit Bedacht und Leidenschaft sein geschätztes Denkmal vor dem Verfall bewahren und vielleicht noch schöner machen möchte, aber nicht weiß, wie das zu schaffen ist. Oft will auch ein Unternehmen gern das besondere Flair eines Kulturdenkmals nutzen, muss aber trotzdem ökonomisch handeln.