Wissenschaftlicher und denkmalpflegerischer Ertrag
Denkmalpflegerische Projektbegleitung erforderlich
In der Regel lassen sich Verlust und Zerstörung von archäologischen Denkmalen bei linearen Großprojekten nicht vermeiden. Die denkmalpflegerische Begleitung von linearen Großprojekten ist daher unerlässlich und birgt in wissenschaftlicher Hinsicht ein großes Potential. Durch den Aufschluss einer Leitungs- oder Straßentrasse über viele Kilometer hinweg bietet sich die Gelegenheit, ungefilterte Aufschlüsse über eine Siedlungslandschaft zu erlangen.
Chancen der archäologischen Denkmalpflege
Die Chancen für die archäologische Denkmalpflege liegen in erster Linie in folgenden Punkten:
- Generelle Einschätzung des archäologischen Potentials einer Landschaft
- Repräsentativer Querschnitt durch eine prähistorische Siedlungslandschaft
- Beträchtliche Vermehrung des archäologischen Quellenbestands
- Beurteilungsgrundlage für die Planung und Durchführung zukünftiger Grabungsprojekte
Neue Erkenntnisse
Die mehr oder weniger zufälligen Querschnitte der Trassen durch einzelne Kleinräume oder sogar durch mehrere unterschiedliche Naturräume erlauben differenzierte Einblicke in die Nutzung der jeweiligen Kulturlandschaft durch den vorgeschichtlichen Menschen. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, die Erhaltungsbedingungen der archäologischen Fundstellen in einer Region sicher beurteilen zu können. Die zusammenfassende Analyse der Ergebnisse mehrerer Trassenprojekte lassen weit reichende Interpretationen, auch im überregionalen Zusammenhang, über das prähistorische Siedlungsverhalten zu.
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