Grundschüler erkunden das Schlossgut Harteneck in Ludwigsburg

Grundschüler erleben Denkmale

Projektjubiläum „Denkmalschutz und Schule - Grundschüler erleben Denkmale“

Jubiläumsveranstaltung zum 5-jährigen Bestehen der Aktion „Grundschüler erleben Denkmale“ mit Auszeichnung herausragender Teilnehmer im Januar 2015.
Gruppenfoto mit den Ausgezeichneten und den Vertretern der Behörden

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Projekts „Denkmalschutz und Schule - Grundschüler erleben Denkmale“,  luden die Ministerien für Wirtschaft und Finanzen sowie Kultus, Jugend und Sport am 19. Januar 2015 ins Haus der Wirtschaft nach Stuttgart zu einer Feierstunde ein.

Veranstaltungsrückblick Jubiläum 5 Jahre Denkmalschutz und Schule

„Denkmal-Tour“ - Grundschüler entdecken Denkmale

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Aktion „Denkmalschutz und Schule - Grundschüler erleben Denkmale“ hat die Landesdenkmalpflege im Schuljahr 2013/14 ein Projekt beispielhaft filmisch begleitet. Die Grundschule Wiechs (Schopfheim) zeigt dabei auf, welche vielfältigen Möglichkeiten der Umsetzungen möglich sind.

„Denkmal-Tour“ [2014, Filmlänge: ca. 14 Minuten]


Hintergrund

Für Schüler der Sekundarstufe I und II gibt es durch das Projekt „denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Unterstützungssysteme zu denkmal- und denkmalschutzorientierten Projekten. Die Aktion „Denkmalschutz und Schule - Grundschüler erleben Denkmale“ richtet sich an die Primarstufe. Dabei erkunden Schulklassen unter Anleitung von ehrenamtlich tätigen Architekten und Restauratoren Kulturdenkmale in ihrer Umgebung. Die baden-württembergische Aktion ist eine Kooperation des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft, des Landesamtes für Denkmalpflege, des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, des Kompetenzzentrums für Geschichtliche Landeskunde im Unterricht sowie des Architekten- und Ingenieurvereins Stuttgart.

Schüler der Schlösslesfeldschule vor einem der Ludwigsburger Torhäuser.
Schüler der Schlösslesfeldschule vor einem der Ludwigsburger Torhäuser.
Schüler aus Maulbronn beim Fertigen einer Vogeltränke.
Schüler aus Maulbronn beim Fertigen einer Vogeltränke.

Ziel der Aktion

Die Schüler erhalten durch die Beschäftigung mit dem Denkmal einen emotionalen Zugang zur Landesgeschichte. Sie kommen in Kontakt zum Berufsleben und trainieren ganzheitliches Sehen und Umsetzen. Sie entschleunigen und machen sich mit alten Gewohnheiten vertraut. Es wird ihnen bewusst, was ein Denkmal ist und dass dieses ein schützenswertes Gut ist. Sie finden heraus, wie man es schützen und bewahren kann. So finden die Schüler einen Zugang zu ihrer Umgebung, zu dem Begriff „Heimat“.

Bildungsplanbezug

Die genannten Ziele stehen im Einklang mit dem neuen Bildungsplan 2016 für die Grundschule. Im Sachunterricht kann man sie unter Punkt „Zeit und Wandel“ den Themen 3.2.5.1 „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ sowie 3.2.5.2 „Zeitzeugnisse, Zeitzeugen und Quellen“ zuordnen.

„Bausteine“

Zu Beginn des Schuljahrs schreiben das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft sowie das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport die Schulen an und stellen Ihnen eine Liste von Architekten sowie in Frage kommenden Denkmalbaustellen zur Verfügung. Die Experten, in der Regel Architekten, bieten folgende „Bausteine“ an.

  • Ca. eine Schulstunde Information der Kinder über Kulturdenkmale im Nahbereich der Schule. Die Schüler erfahren, dass diese Baudenkmale zu ihrer Heimat gehören und Identifikationsobjekte sind. Die Vielfalt der Denkmallandschaft wird veranschaulicht.
  • Eine ca. zwei Schulstunden umfassende Führung durch ein Kulturdenkmal. Die Kinder erkennen, dass alte Gebäude spannende Untersuchungsobjekte für Spurensicherer und Denkmaldetektive sein können.
  • Ein bis zwei Schulstunden praktische Beispiele aus dem Erhaltungsalltag eines Kulturdenkmals. Fragen zum Beruf des Denkmalpflegers, des Architekten und/oder Handwerkers werden beantwortet.
Schüler als Mönche verkleidet im Kloster Bebenhausen.
Schüler als Mönche verkleidet im Kloster Bebenhausen.
Selbstgebastelte Fachwerkfassaden der Schüler der Ludwig-Frohnhäuser Schule.
Selbstgebastelte Fachwerkfassaden der Schüler der Ludwig-Frohnhäuser Schule.

Nach der Anmeldung der Schule beim Landesamt für Denkmalpflege entwickeln Denkmalfachleute und Lehrer die einzelnen Projekte gemeinsam. Die Ausgestaltung ist offen gehalten und erfolgt weitgehend eigenständig. Die Integration in den Unterrichtsalltag kann als Arbeitsgemeinschaft, Projekt oder Themenschwerpunkt erfolgen. Auf Wunsch stellt die Denkmalpflegepädagogik des Landesamtes für Denkmalpflege den Teilnehmern altersspezifische Materialien zur Verfügung. Eine Sammlung beispielhafter Projekte aus Bayern mit Unterrichtsmaterialien enthält das Buch „Erlebnis Denkmal“. Eine kleine Auswahl von Projektberichten vergangener Schuljahre ist auf dieser Internetseite veröffentlicht. Die Landesdenkmalpflege unterstützt die jeweiligen Projekte mit einer Prämie von 200,-€ pro Projekt.

Zu den Projektberichten von Grundschüler erleben Denkmale