Welterbeanträge in Vorbereitung
Schwetzingen - Kurfürstliche Sommerresidenz
Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Schwetzingen haben gemeinsam den Antrag „Schwetzingen – Kurfürstliche Sommerresidenz“ zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste erarbeitet. Die Bundesrepublik Deutschland hat den Antrag gemeinsam mit dem bayerischen Antrag „Markgräfliches Opernhaus Bayreuth“ am 1. Februar 2011 für die Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes nominiert. Eine Entscheidung über die Aufname in die UNESCO-Weltkulturerbeliste ist Ende Juni 2012 auf der nächsten Sitzung des Welterbekomittees in St. Petersburg zu erwarten.
Viele Argumente für den universellen Wert
Der Schlossgarten von Schwetzingen galt wegen der harmonischen Verbindung eines von englischen Landschaftspartien umgebenen Rokokogartens und der großen Zahl der erhaltenen Gartenarchitekturen und Skulpturen schon bisher als international bedeutende Anlage.
Im Zuge der Antragsbearbeitung haben sich das Landesamt für Denkmalpflege, die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die Stadt Schwetzingen sowie das Wirtschafts- und das Finanzministerium intensiv mit der ehemaligen kurfürstlichen Sommerresidenz auseinandergesetzt:
Das Ensemble aus Stadt, Schloss und Garten in Schwetzingen ist das am besten erhaltene, funktional vollständige und mit zahlreichen außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen (u.a. letzte erhaltene Gartenmoschee des 18. Jahrhundert und ältestes erhaltenes Rangtheater Europas) ausgezeichnete Beispiel einer fürstlichen Sommerresidenz des 18. Jahrhunderts. Wie in keinem anderen Schlossgarten wurde hier zudem die Verbindung der beiden Gartenstile des 18. Jahrhunderts in vollkommenster Weise verwirklicht. Dank des geringen Überformungsgrades im 19. und 20. Jahrhundert blieb die Authentizität des historischen Schlossgartens bis heute erhalten.
Darüber hinaus stellt die Sommerresidenz ein außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangenen Kulturtradition dar. Mit der sogenannten „Mannheimer Schule“ fand der besondere Charakter des höfischen Lebens im Bereich der Musik eine beispiellose Form. Einzigartig in Europa war zum Beispiel die programmatische Bindung des in Schwetzingen aufgeführten Opernrepertoires an die aufklärerische Ausrichtung der Sommerresidenz.
Weitere Informationen
Schloss Schwetzingen
Pressemitteilung Welterbeantrag - Schwetzingen vom 8. März 2010
Pressemitteilung Welterbeantrag - Schwetzingen vom 18. Juni 2009
Informationsbroschüre zum Welterbeantrag - Schwetzingen [1,4 MB]
Veranstaltungen im Rahmen des Welterbeantrag - Schwetzingen [1,4 MB]
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