Weltkulturerbe

Drei Welterbestätten in Baden-Württemberg
851 Kultur- und Naturdenkmale in 140 Staaten aller Kontinente sind im Jahr 2008 in die UNESCO-Liste eingetragen, 32 davon befinden sich in Deutschland. Diese Auszeichnung erhielten in Baden-Württemberg das Zisterzienserkloster in Maulbronn im Jahr 1993, die Klosterinsel Reichenau im Jahr 2000 und der obergermanisch-rätische Limes im Jahr 2005. Zu den Kriterien für eine Aufnahme in die Welterbeliste gehören die Einzigartigkeit und Authentizität einer Kulturstätte sowie ein überzeugender Erhaltungsplan.Landesdenkmalpflege wirkt bei Projektantrag mit
In Baden-Württemberg werden Aufnahmeanträge von der vorgesehenen Welterbestätte mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart ausgearbeitet. Das für die Denkmalpflege zuständige Wirtschaftsministerium stellt den Antrag und leitet ihn über die Kultusministerkonferenz dem Auswärtigen Amt zu, das die Übermittlung über die Ständige Vertretung Deutschlands bei der UNESCO an das UNESCO-Welterbezentrum in Paris übernimmt. Einmal im Jahr trifft sich das Welterbekomitee, um über die Aufnahmeanträge der Staaten für neue Denkmale zu entscheiden.
Welterbestätten für künftige Generationen sichern
Gemäß dem Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt von 1972 gehören die Welterbestätten zu den unschätzbaren und unersetzlichen Besitztümern nicht nur eines jeden Volkes, sondern der ganzen Menschheit. Geht eines dieser kostbaren Besitztümer verloren oder verfällt es, so schmälert dies das Erbe aller Völker der Welt. Entsprechend hat sich mit der Unterzeichnung dieser Konvention jedes Land dazu verpflichtet, die innerhalb seiner Grenzen gelegenen Welterbestätten in Bestand und Bedeutung eigenständig zu schützen, ihnen eine Funktion im öffentlichen Leben zu geben und ihre Weitergabe an künftige Generationen zu sichern. Die internationale Staatengemeinschaft unterstützt diese Ziele und trägt zum Erhalt der Welterbestätte bei.
Weitere Welterbeanträge
Zurzeit laufen in Baden-Württemberg weitere Welterbe-Anträge: In Vorbereitung befindet sich ein Antrag zur Aufnahme der alpenländischen, prähistorischen Pfahlbauten. Sowohl der Antrag zu Aufnahme von Schloss und Park Schwetzingen als auch der transnationale Antrag zum architektonischen und städtebaulichen Werk Le Corbusiers, an dem Deutschland mit zwei Gebäuden in der Stuttgarter Weißenhofsiedling beteiligt ist, liegen der UNESCO in Paris zur Entscheidung vor.
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