Die NATO-Pipeline 2006
Nato-Pipeline durch archäologisch reiches Gebiet
Bereits abgeschlossen ist das lineare Projekt der NATO-Pipeline, die von Aalen im Ostalbkreis nach Leipheim in Bayern führt. 29 der ungefähr 80 Trassenkilometer dieser neuen Kraftstoffleitung führen über baden-württembergisches Terrain. Mit dem Albvorland, dem südwestlichen Ries, dem Härtsfeld und der Riesalb durchmisst die NATO-Pipeline Landschaften, die nicht allein aufgrund ihres naturräumlichen Charakters und ihrer erdgeschichtlichen Entstehung, sondern auch aufgrund des Reichtums und der Vielfalt ihres kulturellen Erbes hervorstechen.
12 neue Fundstellen entdeckt
Die Bauarbeiten innerhalb des 10 bis 11 m breiten, freigeräumten Streifens, wurden auf den gesamten 29 km durch das Grabungsteam des Landesamtes für Denkmalpflege archäologisch überwacht. Das Ergebnis belegt die Bedeutung der Maßnahme: In knapp neun Monaten konnten die Archäologen auf dem Gebiet der Trasse 15 Fundstellen untersuchen und dokumentieren. Lediglich zwei davon waren schon vor Baubeginn durch Begehungen oder frühere Grabungen zweifelsfrei nachweisbar, eine Dritte liegt im Bereich einer zwar bekannten, aber undeutlichen Luftbildfundstelle. Bei den Fundstellen der NATO-Pipeline handelt es sich um Siedlungs- bzw. Bestattungsplätze, die von der Jungsteinzeit bis ins frühe Mittelalter alle wesentlichen Epochen der vor- und frühgeschichtlichen Kulturentwicklung abdecken.
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