Schädel eines archäologischen Skelettfundes in Pattonville

Denkmalpflegerische Maßnahmen bei Linearen Projekten

Fundstellen-erhebung im Vorfeld eines linearen Projektes.
Fundstellen-erhebung im Vorfeld eines linearen Projektes.

Im Vorfeld linearer Projekte sind verschiedene denkmalpflegerische Maßnahmen erforderlich:

Systematische Erhebung der Denkmale

Am Anfang steht die systematische Erhebung bekannter archäologischer Denkmale. Sobald der genaue Verlauf der zu bebauenden Trasse bekannt ist, werden die betroffenen in den Ortsakten bzw. der Archäologischen Datenbank (ADAB) vorhandenen Denkmale kartiert.

Auswertung der Luftbilder

Anschließend werden die im Archiv der Archäologischen Denkmalpflege vorhandenen Luftbilder im Trassenbereich noch einmal detailliert überprüft.

Prospektionen

Um ein besseres Verständnis für die archäologischen Kulturdenkmale im Trassenverlauf zu erlangen, werden Prospektionen durchgeführt. Diese dienen nach § 2 des Baden-Württembergischen Denkmalschutzgesetzes zur parzellengenauen Eingrenzung bereits bekannter archäologischer Kulturdenkmale sowie zur Lokalisierung noch unbekannter Bodendenkmale, von deren Existenz aufgrund der Erfahrungen mit anderen Trassenprojekten jedoch mit Sicherheit auszugehen ist. Zu diesen Prospektionsmaßnahmen gehören sowohl systematische Feldbegehungen des Trassenverlaufs als auch gegebenenfalls geophysikalische Untersuchungen.

Luftbilder liefern für die Beurteilung der Fundstellen wertvolle Erkenntnisse. Hier ein Grabhügelfeld.
Luftbilder liefern für die Beurteilung der Fundstellen wertvolle Erkenntnisse. Hier ein Grabhügelfeld.
Geophysikalische Messung zur Lokalisierung von Fundstellen.
Geophysikalische Messung zur Lokalisierung von Fundstellen.

Trassenverlegung oder Rettungsgrabung

Sollte eine Verlegung des Trassenverlaufs aus dem Bereich der archäologischen Kulturdenkmale heraus nicht möglich sein, müssen diese durch Rettungsgrabungen gesichert werden.