Schädel eines archäologischen Skelettfundes in Pattonville

Luftbildarchäologie und Geländescanning

Simulation unterschiedlicher Hochwasserstände im Donautal bei der Heuneburg.
Computersimulation unterschiedlicher Hochwasserstände im Donautal bei der Heuneburg. Im östlichen Drittel zeichnet sich ein überschwemmungsfreier Kiesrücken ab, dessen Bedeutung als Verkehrsverbindung wohl bis in vorgeschichtliche Zeit zurückreicht.

Der Einsatz neuer Technologien ist unerlässlich

Modernste Technologie zur Erforschung längst vergangener Epochen ist für die archäologische Wissenschaft unverzichtbar und findet immer breiter gefächerte Einsatzgebiete.

Etablierte und innovative Methoden ergänzen einander
Am Beispiel der Heuneburg lässt sich besonders deutlich die jeweils spezifische Arbeitsweise von Luftbildarchäologie auf der einen und LIDAR-Airborne-Geländescans auf der anderen Seite zeigen. Gleichzeitig kann deutlich gemacht werden, wie sich die Ergebnisse dieser beiden Methoden ergänzen und so dazu beitragen, ein möglichst vollständiges Bild der Landschaft und ihrer archäologischen Denkmäler zu zeichnen.

Archäologen fügen die Einzelteile zu einem Gesamtbild zusammen

Wall- und Grabenanlagen von Befestigungswerken lassen sich durch die Höhenunterschiede meist sehr gut erkennen, aber auch alte Verkehrswege und Landmarken zeichnen sich deutlich ab.
Aufgabe und Herausforderung die Archäologen ist es dann, aus den dokumentierten Elementen das historische Bild der Landschaft in den unterschiedlichen Besiedlungsphasen zu zeichnen und die Landschaftsnutzung in einer Siedlungskammer herauszuarbeiten bzw. unterschiedliche Interpretationsmuster und Modelle dafür einander gegenüberzustellen.

Detaillierter Laserscan des Areals südöstlich der Heuneburg: Markierung des römischen Straßendamms der Straße durch das Donautal.
Beispiel eines detaillierten Laserscans: Das Areal der Bettelbühlnekropole südöstlich der Heuneburg im Donautal mit der Markierung des römischen Straßendamms der Straße durch das Donautal.
Schema der Laserabtastung von Geländeoberflächen: Das “first echo” wird von der Geländeoberfläche (bzw. Vegetation oder Bebauung) reflektiert. Daraus wird das digitale Oberflächenmodell (DOM) berechnet. Nur aus den Messungen der “last echos” wird das digitale Geländemodell (DTM, DGM) berechnet.
Schema der Laserabtastung von Geländeoberflächen: Das “first echo” wird von der Geländeoberfläche (bzw. Vegetation oder Bebauung) reflektiert. Daraus wird das digitale Oberflächenmodell (DOM) berechnet. Nur aus den Messungen der “last echos” wird das digitale Geländemodell (DTM, DGM) berechnet.

Ansprechpartner

Dr. Jörg Bofinger      
Regierungspräsidium Stuttgart Berliner Straße 12 ✆ +49(711) 90 44 51 46  
Landesamt für Denkmalpflege 73728 Esslingen am Neckar joerg.bofinger(at)rps.bwl.de  

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Für weitere Informationen können Sie unsere zweisprachige Onlinepublikation herunterladen
Flugzeug, Laser, Sonde, Spaten - Fernerkundung und archäologische Feldforschung am Beispiel der frühkeltischen Fürstensitze (deutsch - englisch) [PDF 5,8 MB]