Denkmale

Die Hochburg bei Emmendingen

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Infos zum 3D-Modell

  • Objekt: Pfisterei und Rossmühle der Hochburg bei Emmendingen
  • Dreidimensionale Vermessung: Riegl VZ-400 Laserscanner
  • Geometrie des 3D-Modells: ca. 1.000.000 Dreiecke und 640.000 Punkte
  • Downloadgröße des 3D-Modells: ca. 150 MB

Das Objekt

Die Hochburg bei Emmendingen.
Die Hochburg bei Emmendingen.

Die Hochburg bei Emmendingen - eine der größten Burgen in Baden - liegt am nördlichen Ausläufer eines Höhenrückens, der sich ca. 360 m über dem Brettenbachtal am westlichen Rand des Schwarzwaldes erhebt. Die heutige Ruine setzt sich aus dem Hochschloss mit den ältesten Bauresten des 12. und 13. Jahrhunderts, einer Residenz des 15. und 16. Jahrhunderts und Festungsbauwerken des 17. Jahrhunderts zusammen. Die meisten Reste des Schlosses gehören in das 15. und 16. Jahrhundert. Die Burg zeigt eine Entwicklung von einer mittelalterlichen Adelsburg zu einem zentralen Ort neuzeitlicher Landesherrschaft und einer Landesfestung.

 

 

Die Baugeschichte - ein Puzzle

Der nördliche Teil der Hochburg mit der Pfisterei.
Der nördliche Teil der Hochburg mit der Pfisterei.

Während die Anfänge der Anlage historisch nicht fassbar sind, wird die Hochburg in einer Verkaufsurkunde von 1161 erstmals erwähnt (als „castro Hahberc“ = Burg Hachberg). Die bauliche Gestalt der Frühzeit bleibt jedoch im Dunkeln. Eine Erbteilungsurkunde von 1386 enthält die erste Überlieferung des Baubestandes im zentralen Teil und erwähnt ein Herbsthaus und ein Hinterhaus mit dazwischen liegendem Hof sowie einen Brunnen, einen Turm mit Gefängnis, eine Bäckerei und mehrere Tore. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg v.a. im nördlichen und östlichen Teil ausgebaut. Seitdem befanden sich im Norden der Anlage u.a. die Pfisterei (Bäckerei), die Küferei und ein Brunnen.

 

 

Zerstörung - Ausbau - Sprengung ... bis zum Denkmal mit Museum

Die Vermessung der Pfisterei mit dem Riegl VZ-400 Laserscanner.
Die Vermessung der Pfisterei mit dem Riegl VZ-400 Laserscanner.

Auch wenn die Hochburg während des 30jährigen Krieges erheblich zerstört wurde, so erlebte sie ihre Blüte im 17. Jahrhundert. Noch vor Ausbruch des Krieges wurde die Anlage weiträumig ausgebaut und mit einem Bastionsring versehen. Nach mehreren Belagerungen, Zerstörungen und Wiederherstellungen verschiedener Teile der Festung im Verlauf des 17. Jahrhunderts wurden die verbliebenen Festungswerke schließlich nach Einnahme der Burg durch die Franzosen 1688 gesprengt.

 

Seit dem 19. Jahrhundert fanden Ausgrabungen und Maßnahmen zur Sicherung der Ruine statt. Heute kümmert sich der „Verein zur Erhaltung der Hochburg“ um den Erhalt und die Sanierung der Ruine und betreibt ein kleines Burgmuseum vor Ort, in dem bei baubegleitenden Maßnahmen gemachte Funde ausgestellt sind. Im Frühjahr 2014 wurden die Pfisterei und die Rossmühle im nördlichen Bereich der Burganlage mit einem Laserscanner des Landesamtes für Denkmalpflege dreidimensional vermessen.

Weitere Informationen

Verein zur Erhaltung der Hochburg Emmendingen

 

 

Weiterführende Literatur

  • B. Jenisch / S.M. Heidenreich / M. Steffen 2015, Vom Schreibtisch in die Burg fliegen! Terrestrische Laservermessung auf der Hochburg bei Emmendingen. Denkmalpflege in Baden-Württemberg. Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege 3/2015, 126–131. pdf

  • R. Brinkmann 2007, Die Hochburg bei Emmendingen. Führer Staatliche Schlösser und Gärten (2. veränderte Auflage, Deutscher Kunstverlag, München/Berlin).
  • B. Jenisch / A. Müller 2006, Die Hochburg bei Emmendingen. In: H-J. Jenne / G. Auer (Hrsg.) Geschichte der Stadt Emmendingen Band I (Emmendingen), 118-125.